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Dudenhofen klärt die Trainerfrage: Ex-Profi Schmitt übernimmt ab Sommer 2026

kicker

Profi-Erfahrung für den FV Dudenhofen: Ralf Schmitt wird der neue Trainer des Aufsteigers, welcher sich aktuell auf dem drittletzten Tabellenplatz der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar wiederfindet. "In den Gesprächen habe ich Vertrauen gespürt und gleichzeitig den Ehrgeiz, Dinge gemeinsam weiterzuentwickeln", erklärt der 48-Jährige. Zuletzt stand er bei Viktoria Herxheim in der Verantwortung, zuvor unter anderem in Mechtersheim und beim VfR Mannheim. In Dudenhofen steigt Schmitt zur Saison 2026/27 ein. Bis dahin sollen Interimscoach René Reichling, Timo Enzenhofer sowie Sanel Catovic das Team führen.

Eine bekannte Konstellation also, schließlich übernahm das Trio nach dem Rücktritt Kevin Hoffmanns. Der Aufstiegstrainer hatte sein Amt im Oktober niedergelegt; der letzte Auftritt unter seiner Leitung war das Pokalspiel gegen Wormatia Worms (2:3). Den Verein traf dieser Schritt "sehr unerwartet und extrem hart", teilte der FVD anschließend mit. Erst wenige Wochen zuvor hatten sich beide Seiten noch auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit bis zum Sommer 2027 geeinigt. Hoffmann fungierte nach seiner Zeit als Spieler zunächst als Co-Trainer, ehe er 2023 dann als Chefcoach übernahm. "Wir haben mehrfach versucht, ihn umzustimmen, konnten den Rücktritt aber nicht mehr verhindern. Nach wie vor gibt es eine große Verbindung zwischen Kevin und uns. Die Verabschiedung war entsprechend emotional. Aber der Schritt ist zu akzeptieren und zu respektieren", erklärt Nico Henrich.

Der Sportliche Leiter ist überzeugt davon, dass Schmitts "Idee von Fußball, seine akribische Arbeitsweise und sein Charakter perfekt zum FV Dudenhofen passen. Ralf kennt unsere Mannschaft, hat bereits in der Verbands- und Oberliga nachgewiesen, dass er Erfolg haben kann und in unterschiedlichen Umfeldern gezeigt, was ihn auszeichnet. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit und sind sicher, dass Ralf der Richtige ist, um den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen und die Identität des FVD mit frischen Reizen, neuen Impulsen und Ansätzen weiterzuentwickeln."

Bundesliga für Eintracht Frankfurt

Schmitt, der 2001 einen Kurzeinsatz für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga absolvierte und in Karlsruhe sowie Siegen Zweitligaerfahrung sammelte, hat unabhängig von der Ligazugehörigkeit für zwei Jahre zugesagt. Junge Akteure weiterzubringen und in Sachen Spielphilosophie einen gemeinsamen Weg zu finden, der Spaß macht sowie erfolgreich ist - so will er seine künftige Aufgabe angehen. Klare Vorstellungen hat er zudem von der Art und Weise, wie seine Mannschaft auftreten soll: Diese soll "Lösungen mit dem Ball haben, das Spiel jederzeit aktiv gestalten", was auch für das Verhalten bei Ballbesitz des Gegners gelte.

Ob er 2026/27 in der Oberliga oder Verbandsliga an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen. In 20 Partien hat Dudenhofen 19 Punkte geholt. Große Veränderungen seien laut Henrich ("Wir vertrauen der Mannschaft") im Winter nicht zu erwarten. Mit Luca Teutsch (FC Speyer 09) und Marvin Gebhard (Ziel unbekannt) verzeichnet der Klub zwei Abgänge. Ziel ist es, sich in der Offensive zu verstärken. Unterdessen konnten schon zahlreiche Verlängerungen verkündet werden - unter anderem die mit Marvin Sprengling (bis 2028). Der Kapitän ist gemeinsam mit Julian Scharfenberger der bislang erfolgreichste Schütze (6 Tore).

Ordentlicher Jahresendspurt

Immerhin konnten aus den letzten vier Partien im alten Jahr noch sieben Punkte eingefahren werden. Dabei bezwang der amtierende Meister der Verbandsliga Südwest den FC Hertha Wiesbach (3:1) sowie den FC Emmelshausen-Karbach (1:0). "Durch die beiden Siege haben wir uns in eine vernünftige Position gebracht", sagt Henrich. "Das Wichtigste ist es, nicht den Anschluss zu verlieren. Wir werden alles, was sportlich möglich ist, investieren, um die Liga zu halten." Als "wegweisend" bezeichnet er das erste Punktspiel nach der Winterpause: Am 7. März empfängt Dudenhofen den nur drei Punkte entfernten Kontrahenten Arminia Ludwigshafen.