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Dynamo-Coach Stamm: "Dann wird es richtig schwierig"

kicker

Für den aktuellen tschechischen Meister und Champions-League-Starter Slavia Prag war es die Generalprobe, die heimische Liga startet bereits in einer Woche. Entsprechend stattlich war die Kulisse, die Fortuna-Arena war mit knapp 19.000 Zuschauern nahezu ausverkauft.

Die im ersten Durchgang aber keinen Klassenunterschied zwischen dem deutschen Zweitliga-Aufsteiger und dem nationalen Titelträger ausmachen konnten - entsprechend ging es torlos in die Kabinen. "Wir haben eine ausgeglichene erste Hälfte gesehen", bilanzierte SGD-Trainer Thomas Stamm im klubeigenen TV denn auch die ersten 45 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel fielen die Tore für Slavia dann allerdings im Minutentakt - nach 65 Minuten stand es 4:0. Stamm hatte - anders als Slavia-Coach Jindrich Trpisovsky - in der Pause seine Elf komplett durchrotiert, wollte den Leistungsabfall aber weder an den Auswechslungen noch am weitaus fortgeschrittener Stand der Vorbereitungen des Gegners festmachen: "Das sind keine Ausreden", sagte der 42-Jährige. Zwar gehörten diese Punkte in der Gesamtbewertung mit rein, vielmehr gelte es aber, "gut abzuwägen."

Und bei der Beurteilung stieß ihm besonders das Zweikampfverhalten seiner Elf in Hälfte zwei auf: "Wenn wir dieses mit in die Liga mitreinnehmen, dann wird es richtig schwierig", konstatierte der Schweizer, "das war einfach nicht gut." Besonders mit der Art und Weise der Gegentore war er nicht einverstanden. "Wie das erste, zweite und auch das dritte Tor fallen, auch nach Standards, das war zu einfach", sagte er: "Da waren wir nicht wach genug, was die zweiten Bälle anbelangt." Aber dazu seien Tests da, daraus gelte es für sein Team nun "zu lernen, damit wir in diesen Situationen deutlich stabiler werden."

Auf der anderen Seite war die ansprechende erste Hälfte - und auch die Reaktion auf die missratenen 18 Minuten nach der Pause. "Das kann auch anders laufen", gab Stamm zu Bedenken und lobte die Moral seines Teams, das in der Schlussphase durch Nils Fröling (80.) und Friedrich Müller (84.) noch Ergebniskorrektur betreiben konnte. 2:4 lautete denn auch das Endergbnis aus Dresdner Sicht - in das im Nachgang auch noch ein Wermutstropfen fiel. Denn Jakob Zickler - Sohn des ehemaligen Dynamo- und Bayern-Stürmers Alexander Zickler - zog sich in der Schlussphase bei einem Sturz eine Schulterverletzung zu und fällt "bis auf Weiteres" aus.

"Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten": SGD gibt Stellungnahme ab

Einig waren sich alle Beteiligten über die tolle Atmosphäre im Stadion. Sowohl die dem Saisonstart am kommenden Sonntag (20 Uhr) gegen den FC Hradec Kralove entgegenfiebernden Slavia-Fans als auch die rund 2000 mitgereisten Dynamo-Anhänger sorgten für eine prächtige Stimmung - mit einer Ausnahme. Im Dresdner Block wurde sowohl verbal als auch mit einem Banner ein Mitarbeiter der Sportgemeinschaft beleidigt. Der Verein sah sich deshalb am Montag zu einer Stellungnahme genötigt: "Mit dieser Aktion wurde die Grenze des guten Geschmacks deutlich überschritten und jedwede Werte unseres Vereins sowie unser Leitbild mit Füßen getreten", wird David Fischer auf der SGD-Website zitiert. "Wir werden dies kritisch mit den Vertretern unserer Fans im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Turnustreffen aufarbeiten", kündigte Dynamos Geschäftsführer an.