Die Fehleranalyse für die Pokalpartie gegen Freiburg kann schnell erstellt werden. "Die Anfangsminuten sind schwer zu erklären", sagte Tim Oberdorf nach dem 1:3. Für Trainer Markus Anfang war es die dritte Niederlage in Serie seit seiner Amtsübernahme bei der Fortuna.
Bereits in der sechsten Minute lag der Sport-Club mit 2:0 in Front. "Die ersten zehn Minuten, das ist, glaube ich, der Knackpunkt gewesen heute in dem Spiel", sagte auch Anfang - beide Gegentreffer eigentlich unnötig. "Das erste Tor war eigentlich gefühlt ohne Gegenwehr", so der Coach. "Das zweite Tor, da laden wir den Gegner eigentlich ein und dann steht es auf einmal 2:0 und dann kannst du auch komplett untergehen."
Das ist sein Team aber nicht und das machte Mut. In vielen Bereichen seien die Düsseldorfer sogar "klar die bessere Mannschaft" gewesen. Beide Mannschaften hatten zumindest gleich viele Torschüsse (19) und der Zweitligist obendrein ein deutliches Übergewicht beim Ballbesitz (60 Prozent). "Vorne ist es im letzten Drittel noch zu unsauber. Meistens fehlt der letzte Pass", weiß Danny Schmidt, wo der Schuh drückt.
Ein weiteres Problem, dass Anfang - wie schon in Berlin zuletzt - wieder verletzungsbedingte Wechsel vornehmen musste. Nach einem Zusammenprall mit Matthias Ginter war für Cedric Itten die Partie schon in der ersten Hälfte beendet. Noch schlimmer hatte es Matthias Zimmermann erwischt. Nach einem Zusammenprall mit Igor Matanovic, der Zimmermann mit dem Ellenbogen im Gesicht traf, musste Düsseldorf erneut wechseln.
Der Rechtsverteidiger wurde auf der Trage abtransportiert. "Matthias Zimmermann ist stabil und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er befindet sich vorsorglich zur weiteren Abklärung im Krankenhaus", teilte die Fortuna am Mittwochabend noch via X mit.
"Wir haben eigentlich kaum die Chance, irgendwo mal aktiv in das Spiel irgendwo einzugreifen", beklagt Anfang die vielen verletzungsbedingten Wechsel. "Wir müssen immer reagieren. Das ist natürlich nicht so toll. Aber was wir hier abgeliefert haben, das macht der Mannschaft und mir Mut. Wir haben bei Hertha und gegen Freiburg ein gutes Spiel gemacht."
Bis Sonntag können sich alle Beteiligten regenerieren. Dann ist der 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Für Anfang ist es sicherlich eine spezielle Partie, war er doch bis April der Coach auf dem Betzenberg. Eine weitere Niederlage sollten sich die Düsseldorfer dann nicht mehr erlauben, sonst droht sogar im schlimmsten Fall ein Abrutschen auf Platz 16.