In seinen bisher vier Heimspielen hat sich der KSC bislang komplett schadlos gehalten, der Wildpark war eine uneinnehmbare Festung. Dies soll so bleiben, wie Christian Eichner auf der Pressekonferenz am Donnerstag auch angesichts der Bedeutung des Derbys gegen den mit 15 Zählern punktgleichen FCK unterstrich: "Wir wollen den Zuschauern einen Dreier schenken", sagte der Karlsruher Trainer.
Aktionismus ist Eichner nach der Testspiel-Klatsche fremd
Den ganz schwachen Auftritt beim 0:7 im Testspiel gegen den SC Freiburg vor genau einer Woche hatte Eichner schon direkt im Nachgang nicht überbewerten wollen - und bestätigte dies beim Presseauftritt auch noch einmal: "Wir haben ein Trainerteam mit der Stärke, in keine der beiden Richtungen zu übertreiben." Trotzdem hat der 42-Jährige seine Schlüsse gezogen und weiß: "Wenn wir ein Zweikampfverhalten zeigen wie in Freiburg, haben wir keine Chance."
Der Ex-Profi glaubt allerdings an eine deutliche Reaktion seiner Schützlinge: "Ich bin der Überzeugung, dass meine Mannschaft am Samstag ein Auftreten haben wird, das einem Derby entspricht", meinte Eichner, dem die zurückliegende Trainingswoche darauf Hinweise geliefert hat.
Personell ist die Situation unverändert. Weiterhin nicht dabei sein können Abwehrchef Marcel Franke und Rechtsverteidiger Sebastian Jung, Dzenis Burnic und Rafael Pinto Pedrosa sind nach ihren Länderspielreisen gesund zurückgekehrt.
Systemwechsel? "Es geht um Haltung"
Zur Option, die gewohnte Grundordnung - weg von einer Viererabwehrreihe - zu verändern, hat Eichner eine klare Meinung: "Es geht nicht darum, ob wir mit Vierer- oder Fünferkette spielen. Es geht um Haltung - und die brauchen wir in so einem Spiel mehr denn je", meinte Eichner und bringt für das von ihm erwartete Duell auf Augenhöhe noch einmal das Thema Zweikämpfe auf den Tisch: "Wenn wir unsere individuellen Duelle gewinnen, werden wir das Spiel auf unsere Seite ziehen."