Mit dem Auftritt seiner Mannschaft war Christian Eichner offensichtlich nicht wirklich zufrieden, auch wenn es am Ende ein 2:1-Sieg gegen den Club aus Nürnberg war. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zählte er "viele Kleinigkeiten" auf, die nicht gut waren. "Wir hatten große Probleme", sagte Eichner.
"Heute ist es in Kombination mit einem sehr guten Torwart sehr glücklich gewesen", räumte Eichner offen ein und lobte Torhüter Hans Christian Bernat. "Es war kein einfacher Torwart-Sommer für uns. Hansi ist supergut bei der Mannschaft angekommen. Er hat momentan einen großen Anteil."
Nach dem Wechsel von Max Weiß nach Burnley kam der Däne vom bulgarischen Erstligisten Botev Plovdiv in den Wildpark. Bernat war mehrmals gegen die Nürnberger zur Stelle und zeigte seinen bisher besten Auftritt im KSC-Trikot (kicker-Note: 2).
"Ich habe mich etwas locken lassen"
Nach dem Spiel wurde es dann allerdings noch "mega unangenehm" für Eichner, der von den Fans aufgefordert wurde, sich in der Kurve und auf dem Zaun zu zeigen. "Du hast natürlich so ein paar Vögel in der Mannschaft, die das dann auch noch einfordern", erklärte Eichner mit einem kleinen Seitenhieb auf einige Spieler. "Ich habe mich etwas locken lassen."
Man möge es ihm nach mehr als 200 Pflichtspielen als KSC-Trainer nachsehen, dass er dann auch mal "den Blick von da oben genießen" wollte. Aber das werde in Zukunft nicht mehr so oft vorkommen, der Bereich gehöre normalerweise auch der Mannschaft.
Obenauf ist aber nicht nur der Trainer, sondern auch sein Team. Mit elf von 15 möglichen Punkten liegen die Badener nach dem 5. Spieltag auf Platz zwei. Kommenden Sonntag geht es in den Norden zu Absteiger Holstein Kiel.