Testspiele zwischen dem Karlsruher SC und dem SC Freiburg gibt es mittlerweile in aller Regelmäßigkeit. In den vergangenen Jahren lieferten sich der Erst- und der Zweitligist einige enge Duelle, stets mit maximal einem Tor Differenz. Doch am Donnerstag zeigte sich der Klassenunterschied mehr als deutlich, der KSC unterlag mit 0:7.
"Wir sollten das nicht auf eine Position beziehen oder darauf, ob einer positionsfremd gespielt hat", stellte Christian Eichner nach dem Spiel, insbesondere mit Blick auf Leon Opitz, klar. Der 20-jährige Mittelfeldspieler hatte in seiner ungewohnten Rolle als Rechtsverteidiger im ersten Durchgang große Probleme mit Derry Scherhant. Doch es habe im gesamten Team die Art und Weise des Auftritts nicht gepasst.
„Es hat aufgezeigt, warum der eine oder andere noch nicht diese Spielzeit hat, die er sich individuell verständlicherweise wünscht.“ (Christian Eichner)
"Wir waren auf keiner Position in der Lage, körperlich oder fußballerisch irgendwas entgegenzusetzen", ärgerte sich Eichner. "Und dann ist es so, dass dich der Gegner natürlich bestraft."Auch unter Mithilfe des KSC, der sich vor zwei Gegentoren nach der Pause Fehler im Aufbauspiel erlaubte. "Da ist einiges zusammengekommen. Gleichzeitig hat es auch aufgezeigt, wo der eine oder andere im jetzigen Moment steht und warum er noch nicht diese Spielzeit hat, die er sich individuell verständlicherweise wünscht."
Für größere Aufgaben konnte sich auf dem Trainingsplatz neben dem Europa-Park-Stadion wahrlich keiner empfehlen. Dennoch will der Trainer "nicht durchdrehen und in Aktionismus verfallen". Die angesetzten freien Tage bis Sonntag bleiben, bevor die Fehler analysiert werden.
"Wenn ich mir das Tor zum 0:7 anschaue, da läuft der Freiburger nach innen und schießt ins lange Eck. Das ist noch keine Woche her, da habe ich das im Stadion gesehen", verglich der Coach das 1:0 von Dresdens Nils Fröling mit dem Treffer von Yuito Suzuki. Beide waren zu leicht von links ins Zentrum gezogen und zum Abschluss gekommen. "Das wird aufgearbeitet und besprochen."
Es folgt "genau das richtige Spiel" für eine Antwort
Doch bevor es ins Detail geht, sei es "gut, dass wir uns den einen oder anderen Tag aus dem Weg gehen", erklärte Eichner. "Und dann kommt genau das richtige Spiel, um darauf eine Antwort zu geben." Karlsruhe empfängt nächste Woche Samstag (13 Uhr) den 1. FC Kaiserslautern zum Derby.