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Ein bisschen "Old School" ist Muslic egal: "2. Liga ist kein Schönheitswettbewerb"

kicker

Mit viel defensiver Stabilität hat Schalke einen 1:0-Arbeitssieg in Dresden erarbeitet, in einem zähen und oftmals nicht gerade ansehnlichen Spiel. Miron Muslic störte das vor dem Mikrofon von Sky überhaupt nicht: "Die 2. deutsche Bundesliga ist kein Schönheitswettbewerb", sagte der Coach. "Da brauchst du viele Tugenden, die ein bisschen Old School klingen, musst alles reinhauen, ans Limit gehen."

Ein "neuer Spirit"

Auch etwas Glück gehöre dazu, so der Österreicher, und meinte damit wohl auch die Topchance von Dynamo-Torjäger Christoph Daferner, als Loris Karius mit einer Glanzparade den Pausenrückstand vereitelte (36.). Am Ende müsse man sich belohnen, "und das hat heute geklappt", so Muslic, der den überschaubaren Vortrag seines Teams in der ersten Hälfte, in der Dresden mehr vom Spiel hatte, erklärte: "Wir haben Spieler dabei gehabt, die weit weg sind von 100 Prozent. Aber das zeigt den Teamgeist von Schalke, den neuen Spirit, diese Jungs wollten unbedingt auf dem Platz sein am Anfang - im Wissen, dass sie nur eine Halbzeit durchhalten." Namentlich betraf dies Hasan Kurucay und Emil Höjlund, für die die Partie mit dem Pausenpfiff beendet war.

Über die spielentscheidende Szene und den "Elfer brauchen wir nicht diskutieren", beurteilte der 42-Jährige den VAR-Eingriff, nach dem Referee Robert Hartmann nach Foul an Kenan Karaman auf den Punkt zeigte. "Das macht Kenan in einer extremen Drucksituation dann souverän", lobte er den Gefoulten, der selbst zum Siegtorschützen avancierte. Lob kassierte aber auch Schallenberg für seine Aktion in der Entstehung: "Der Ballgewinn von Ron ist genau das, was wir wollen. Aggressiv, eklig, in der gegnerischen Hälfte nach Ballgewinn vertikal nach vorne spielen."

„Wir haben einen unglaublichen Weg eingeschlagen und viele Dinge umsetzen können die ersten acht, neun Wochen. Stellt euch vor, wo wir nach acht, neun Monaten sind.“ (Miron Muslic)

Das müsse noch öfter gelingen, sei aber der nächste Schritt, "dafür brauchst du Fitness bei den Spielern". Kenan habe keine Vorbereitung gehabt, Bryan Lasme und Emil Höjlund auch nicht. "Wir haben einen unglaublichen Weg eingeschlagen und viele Dinge umsetzen können, die ersten acht, neun Wochen. Stellt euch vor, wo wir nach acht, neun Monaten sind", versprühte Muslic Optimismus und auch ein wenig Euphorie und forderte: "Wir müssen diesen Weg konsequent gehen, standhaft bleiben, uns Widerständen stellen und wachsen."

Jetzt aber ist mit der Länderspielpause vor der Brust erst einmal Durchatmen angesagt. Seine Schützlinge hätten etwas länger frei, denn: "Wir haben mit dem Mannschaftsrat ausgemacht: Auswärtssieg und zu null ist ein Tag extra." Er selbst nutzt dies ebenfalls zu einer kleinen Auszeit: "Ich werde jetzt mal drei Tage abhauen zu meiner Familie, ich vermisse sie unglaublich. Und dann greifen wir wieder an", so der Trainer.

Sylla? Muslic benennt zwei Szenarien

Dann weiter mit Moussa Sylla, der vor einem Transfer steht? Der Stürmer passe "wunderbar in mein System, er hat ja auch das erste Saisontor geschossen", lobte Muslic den 25-Jährigen, sagt aber auch ganz realistisch: "Das Thema Sylla ist ja nicht überraschend, das wissen wir schon seit ein paar Wochen und sind vorbereitet." Es gebe zwei Szenarien: "Moussa findet einen Verein und wir verkaufen ihn gut. Oder Moussa bleibt hier: auch gut."