Fehlercode: %{errorCode}

Ein empfindlicher Dämpfer

kicker

Vor einer Woche hatten Spieler und Verantwortliche von Hertha BSC voller Zuversicht der englischen Wochen entgegengeblickt. Just hatte das Team von Trainer Stefan Leitl bei der SV Elversberg 3:0 gewonnen, und so schaute man in Berlin guten Mutes den Aufgaben im Pokal gegen den SC Freiburg sowie in der Liga gegen Hannover 96 entgegen.

Nach Abschluss der englischen Woche an diesem Samstag ist die Zuversicht in Reihen der Berliner zwar nicht abhanden gekommen, doch nach dem Pokalaus am Dienstag gegen Freiburg haben die Hoffnungen, den Aufstieg in die Bundesliga noch zu schaffen, einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Durch das 2:3 gegen Hannover ist Hertha im Rennen um einen der drei ersten Plätze zurückgefallen.

Vor allem die Darbietung in der 1. Hälfte, nach der die Berliner 0:2 hintenlagen, genügte dabei nicht den eigenen Ansprüchen. "Wir hätten gegen den Ball besser durchschieben müssen. Das ist uns gerade in der 1. Halbzeit nicht so gut gelungen", resümierte Keeper Tjark Ernst, "da war das Spiel gegen den Ball nicht gut genug, um eine spielstarke Mannschaft wie Hannover unter Druck zu setzen." Hertha wirkte nicht voll auf der Höhe, Co-Trainer André Mijatovic, der den wegen der 4. Gelben Karte gesperrten Leitl an der Seitenlinie vertrat, war der Auffassung: "Fünf Prozent Frische im Kopf haben gefehlt." Auch Mittelfeldakteur Paul Seguin war der Ansicht, "dass die 120 Minuten vom Dienstag bei manchem noch in den Beinen waren".

Hertha vermochte sich in der 2. Hälfte zwar zu steigern, schaffte durch Fabian Reeses Elfmetertor (53.) und Julian Eitschberger (90.+2) zweimal den Anschluss, konnte am Ende aber die erste Niederlage in der Liga seit dem 7. Dezember (0:2 gegen den 1. FC Magdeburg) nicht mehr verhindern.

„Die Hoffnung ist nach wie vor da.“ (Tjark Ernst über Herthas Aufstiegschancen)

Damit muss Hertha einen weiteren Rückschlag hinnehmen, auch wenn Spieler und Verantwortliche den Aufstieg am Samstag noch nicht abschreiben wollten. "Das war heute kein Endspiel, sondern ein Heimspiel, das wir erfolgreich bestreiten mussten", sagte Sport-Geschäftsführer Benjamin Weber, "es geht weiter. Es sind noch genügend Spiele."

Auch Seguin sieht den Zug noch nicht abgefahren. "Wir haben noch zwölf Spiele. Ab Dienstag ist voller Fokus auf Paderborn. Danach haben wir alle, die oben sind, fast weg. Die anderen Teams müssen noch gegen die oben spielen." Hertha habe den Aufstieg "noch in der eigenen Hand", so der 30-Jährige, "ich glaube da ganz fest dran. Das ist unser Job und das Maximale, das wir machen müssen." In die gleiche Kerbe schlug Torwart Ernst. "Die Hoffnung ist nach wie vor da. Natürlich ist die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten extrem ärgerlich. Aber wir spielen nächste Woche wieder gegen einen direkten Konkurrenten und haben die Chance, es besser zu machen."

Reese angeschlagen

Sorgen bereitete nach der Partie zudem Fabian Reese. Der Kapitän blieb in der 89. Minute auf dem Boden sitzen und musste behandelt und kurz darauf ausgewechselt werden. Mit einem bandagierten linken Bein lief Reese später durch die Mixed Zone im Olympiastadion. Was der 28-Jährige hat, ist noch offen. "Ich glaube, es ist nicht so schlimm", sagte Co-Trainer Mijatovic, Reese habe "etwas am Fuß" gespürt.