GC spielt in der Startphase sehr zielstrebig. Das führt bereits in der 16. Minute zur Führung gegen die Berner Young Boys. Jonathan Asp Jensen spielt im richtigen Moment in die Gasse und Simone Stroscio zieht flach und platziert ins weite Eck ab. Marvin Keller kann nichts ausrichten. Es ist das erste Super-League-Tor für Stroscio überhaupt. Defensiv agieren die Young Boys weiter schläfrig und offensiv kommt wenig. Oscar Clemente bedankt sich artig und schiesst in der 25. Minute mit einem Distanzschuss zum 2:0 ein.
Dieses zweite Tor ist dann ein Weckruf für die Young Boys. Die Grasshoppers stehen für einmal unsortiert, ein Ball kann quer durch den Fünfer gespielt werden. Hinten steht Joel Monteiro und drückt das Leder zum Anschluss über die Linie. In der Folge sind die Berner zwar bemüht, doch defensiv offenbaren die Gäste weiter Schwächen. So braucht es einen herausragenden Keller in der 38. Minute, damit nach einer Freistossvariante nicht schon der dritte Gegentreffer fällt.
In der zweiten Hälfte ist YB bemüht. Die grossen Chancen bleiben aber lange aus - bis zur 67. Minute. Chris Bedia lanciert Christian Fassnacht mit der Hacke und dieser bleibt vor Justin Hammel eiskalt - 2:2. Ähnlich wie nach dem ersten Tor kommen die Grasshoppers auch nach dem zweiten Gegentreffer wieder zu eigenen Torchancen. Es ist dann der überragende Asp Jensen, der zwei Spieler stehen lässt und dann den Ball herrlich ins weite Eck schlenzt. Der vermeintliche Underdog führt wieder.
Die Schlussphase wird äusserst turbulent. Tanguy Zoukrou rauscht in einem hohen Tempo heran und säbelt Salifou Diarrassouba um. Die Folge ist die Rote Karte. YB muss damit die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. In dieser kommt YB nochmals zurück. Ein Penaltypfiff sorgt für den Ausgleich in einer irren Schlussphase. Doch auch nach diesem 3:3 hält das Spiel noch eine weitere Wendung bereit, denn auch Saidy Janko fliegt vom Feld. Nach seiner zweiten Gelben Karte müssen die Berner das Spiel zu neunt beenden. An der Punkteteilung ändert sich aber nichts mehr - was für ein Spektakel im Letzigrund.
Traumtore sorgen für den Sieg des FC Lugano
Luzern ist in der Startphase die aktivere Mannschaft. Grosschancen sucht man zwar vergebens, doch das Schussverhältnis von 6:1 nach 30 Minuten spricht eine klare Sprache. Mehr als ein spielerischer Vorteil schaut für die Innerschweizer aber nicht heraus.
Mit der ersten Halbzeit war auch Mattia Croci-Torti nicht zufrieden. Er wechselt zur Pause dreifach und dieser Dreifachwechsel entfaltet die Wirkung praktisch umgehend. Hicham Mahou, der auch neu in der Partie ist, zirkelt in der 52. Minute den Ball unhaltbar in den Winkel. Rund zehn Minuten später trifft auch Yanis Cimignani für die Bianconeri aus der Distanz sehenswert. Am Ende sind es diese zwei tollen Tore, die den Unterschied ausmachen. Der FC Luzern verliert eine Partie, die er laut Statistiken nie und nimmer hätte verlieren dürfen.