Der VAR im Mittelpunkt, während GC in Bern überrascht
Vor dem Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zürich musste nicht lange über die Favoritenrolle diskutiert werden, die lag zweifelsohne beim Team von Gerardo Seoane. Es war aber Jonathan Asp Jensen, der das erste Ausrufezeichen der Partie setzte. Der GC-Stürmer war bereits in der 3. Minute für die Führung besorgt. In der 14. Minute stand der VAR im Mittelpunkt und kam schnell zum Schluss: Elfmeter für GC! Ein Handspiel, das keine zwei Meinungen zuliess, sorgte dafür, dass Alessandro Dudic auf den Punkt zeigte. Luke Plange liess sich nicht zweimal bitten und bezwang Keller souverän. Die Reaktion des BSC YB folgte fünf Minuten später mit einem Prachtschuss von Alvyn Sanches. Doch danach spielte plötzlich wieder GC und Oscar Clemente sorgte in der 33. Minute bereits für das 3:1. Hätte er kurz vor der Pause nicht aus fünf Metern über das verlassene YB-Tor geschossen, wäre es um die Berner noch schlechter gestanden.
Im zweiten Abschnitt drückte das Team von Gerardo Seoane aufs Gas und Chris Bedia verkürzte nach einem tollen Pass von Sanches in der 60. Minute. Nun stand der VAR gleich mehrfach im Einsatz, erst benötigte er sehr lange, um auf Elfmeter für die Grasshoppers zu entscheiden, den Marvin Keller gegen Lovro Zvonarek parierte. Auf der Gegenseite wurde eine Szene lange überprüft. Grund waren gleich mehrere strittige Situationen in derselben Szene. Am Ende gab es keinen Elfmeter für den BSC YB, weil zuvor eine Abseitssituation vorlag. Praktisch im Gegenzug sorgte Luke Plange für das 4:2. In derselben Situation griff der VAR erneut ein und der eingewechselte Rayan Raveloson sah die direkte Rote Karte. Er versuchte mit einem halben Fallrückzieher zu klären und traf Torschütze Plange am Kopf. Danach war die Partie gelaufen, allerdings nicht für Luke Plange, der noch sein drittes und viertes Tor des Abends erzielte. Am Ende setzte sich GC klar mit 6:2 durch.
Basel beendet gleich zwei Krisen
Der FC Basel bekundete in letzter Zeit sehr viel Mühe in der Chancenauswertung und konnte entsprechend auch nur wenige Spiele für sich entscheiden. In Winterthur gab es am 7. Dezember endlich wieder einmal einen Sieg, doch in der Zwischenzeit kam der FCB zu Hause nicht über ein 0:0 gegen den FC Lausanne-Sport hinaus. Die andere Krise betrifft die Elfmeter, wovon der FCB vor der Partie in Luzern drei in Folge verschossen hatte.
In der 19. Minute gab es dann erneut einen Elfmeter für die Basler. Xherdan Shaqiri lief an und setzte den Ball über das Tor. Sein dritter Fehlschuss in Folge, der vierte des FC Basel. Tore fielen dann erst in der zweiten Halbzeit. Moritz Broschinski erlöste die Basler und brachte sie in der 49. Minute in Führung, doch nur fünf Minuten später folgte der Ausgleich von Julian von Moos. Bis in die 75. Minute mussten sich die Basler gedulden, dann bekamen sie erneut die Möglichkeit vom Punkt. Koba Koindredi beendete auch diese Krise und sorgte für den Sieg des FC Basel.
Lugano jubelt in der Nachspielzeit
Das Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Lugano blieb lange torlos. Erst in der 91. Minute schoss Kevin Behrens den entscheidenden Treffer für die Gäste aus dem Tessin! Es war aber nicht die letzte wichtige Szene in diesem Spiel, denn in der 97. Minute griff in Zürich der VAR ein und Damien Odera wurde mit der direkten Roten Karte vom Platz gestellt. Eine Tätlichkeit war der Grund.