Gleich vier Spieler haben den BSV Kickers in der Winterpause verlassen. Norman Quindt, Isaak Djokovic, Jarno Janssen und Noah Gumpert werden fortan nicht mehr das Trikot der Ostfriesen tragen.
Mit Djokovic und Quindt gibt der Klub gleich beide Torhüter ab. Djokovic absolviert ein Auslandssemester in Zypern, Quindt wiederum konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Der 29-Jährige kam im Sommer von Hannover 96 II an die Nordseeküste und sollte ein Upgrade zu Djokovic, Moritz Onken (mittlerweile SSV Jeddeloh II) und Marcel Bergmann (mittlerweile Chemie Leipzig) sein. Der Plan ging jedoch nicht auf. Im Verlauf der Hinrunde verlor Quindt seinen Stammplatz an Djokovic. Die Emder kamen dem Wunsch nach einer Auflösung des Vertrags nach.
Schulze bringt Zweitliga-Erfahrung
Ersetzt werden die beiden durch Moritz Schulze und Luca Petzold. Schulze war im vergangenen halben Jahr vereinslos. Zuvor stand er bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag. Für das Kleeblatt kam er in der Saison 2024/25 in der 2. Liga dreimal zum Einsatz. Petzold wechselt aus der Regionalliga Südwest vom Bahlinger SC zum BSV Kickers.
Die beiden 24-Jährigen sollen sich in der Vorbereitung um die Nummer 1 duellieren. "Moritz und Luca sind sehr ehrgeizig. Jeder will natürlich spielen", sagt Kickers-Manager Henning Rießelmann. "Es wird den üblichen Konkurrenzkampf geben." Die Torhüter sollen in den Testspielen gegen den SC Paderborn II, den SV Wilhelmshaven, den SC Cambuur II, den TuS Bersenbrück und den SV Meppen die Chance erhalten, jeweils Pluspunkte für sich zu sammeln.
Rießelmann schließt nicht aus, dass die Emder in den kommenden Wochen noch einen weiteren Spieler verpflichten. "Wir schauen, ob wir noch einen Sechser dazuholen", berichtet er. "Das müssen wir aber nicht zwangsläufig machen." Wenngleich der BSV Kickers auf Gumpert, der hinter den Erwartungen zurückblieb und zukünftig in New York für die St. John’s University spielen wird, zukünftig verzichten muss, wird hier kein dringender Handlungsbedarf gesehen. Trotz des Abgangs von Janssen (wechselt zum niederländischen Drittligisten VV IJsselmeervogels) soll kein neuer Innenverteidiger kommen. Hier sieht der BSV sich mit Fabian Herbst, Felix Göttlicher, Marvin Herbst und Peer Mahncke ausreichend aufgestellt. In der Offensive wird darauf gesetzt, dass Stürmer Theo Schröder sich nach einem halben Jahr der Eingewöhnung steigern wird. Rießelmann: "Wir trauen Theo zu, dass er in der Rückrunde einen deutlichen Schritt nach vorn machen wird. Bei ihm ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht."
Weitere Spieler möchte Rießelmann im Winter nicht abgeben. Alsbald sollen in Emden derweil die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Der Klub denkt darüber nach, zur kommenden Saison auf Vollprofitum umzustellen. "Wir schauen, was der beste Weg für uns ist", sagt Rießelmann, "Die Spieler wollen natürlich auch wissen, wie es bei uns weitergeht. Ich gehe davon aus, dass dies in den nächsten vier bis acht Wochen passieren wird."