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Ende eines Missverständnisses: Hussein verlässt Hertha

kicker

Die Zweifel an seiner Tauglichkeit kamen früh. "Es fehlt ein bisschen Robustheit. Daran muss man sich gewöhnen", sagte der damalige Coach Pal Dardai im Herbst 2023 über Bilal Hussein. Da war der für 350.000 Euro Ablöse von AIK Solna gekommene Schwede gerade erst ein paar Wochen bei Hertha BSC. "Man muss nicht stark sein, aber schlau", sagte Dardai seinerzeit. "Bilal ist noch nicht so weit. Er ist ein guter Fußballer, aber gegen den Ball, wo wir im Moment Probleme haben, sehe ich noch nicht so die Umstellung bei ihm. Es ist Deutschland, es ist 2. Bundesliga - da brauchst du deinen Körper."

Vor einem Jahr platzte ein Wechsel nach Belgien

Der feingliedrige Hussein war keine Soforthilfe für den im Sommer 2023 abgestiegenen Hauptstadtklub, und er wurde auch auf Strecke keine Hilfe. Er war - im Wortsinne wie im übertragenen Sinne - zu leichtgewichtig für die physisch geprägte 2. Liga, unter Dardais Nach-Nachfolger Stefan Leitl spielte er keine Rolle mehr. Schon im Sommer 2024 suchte Hertha einen Abnehmer, im Januar 2025 platzte ein im Raum stehender Wechsel zum damaligen belgischen Erstligisten und späteren Jupiler-Pro-League-Absteiger Beerschot VA wegen einer langwierigen Sprunggelenkverletzung.

Jetzt ist die lange gesuchte Lösung gefunden. Der 25-Jährige wechselt zum schwedischen Erstligisten Degerfors IF. "Dieser Transfer stellt eine gute Lösung für alle Beteiligten dar", erklärt Herthas Sportdirektor Benjamin Weber in einer Mitteilung des Klubs, der sich aktuell an der portugiesischen Algarve auf die Rückrunde vorbereitet. "Wir danken Billy für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Rückkehr in seine Heimat alles Gute."

Bei Degerfors trifft er in Henok Goitom auf einen alten Bekannten

In dieser Saison kam Hussein auf sechs Spiele für Herthas U 23 in der Regionalliga Nordost, insgesamt verzeichnet seine Berliner Bilanz in zweieinhalb Jahren 18 Einsätze für die Profis (17 in der 2. Liga, einer im DFB-Pokal) und 18 Einsätze für die U 23. Jetzt soll der Schritt zurück in die Heimat seiner Karriere neuen Schwung verleihen.

Bei seinem neuen Klub trifft der Mittelfeldspieler, der im Januar 2023 zwei A-Länderspiele für Schweden bestritt und auf 19 U-21-Länderspiele kam, auf seinen früheren AIK-Co-Trainer Henok Goitom, der seit Juli 2025 Chefcoach bei Degerfors ist. Hertha spart im Gegenzug ein halbes Jahr vor Vertragsende Husseins Gehalt ein.