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Erstes Training unter Muslic mit Volksfest-Charakter

kicker

Eigens für diesen Tag hatte der FC Schalke 04 sogar Food Trucks und Getränkestände organisiert, gepaart mit dem großen Andrang hatte der Trainingsstart der Königsblauen durchaus Volksfest-Charakter. Die Fans säumten den Trainingsplatz 2 des weitläufigen Übungsgeländes im Schatten der Veltins-Arena, Hunderte machten es sich auf einem Wiesen-Wall bequem, genossen von dort die ideale Aussicht auf das, was die Mannschaft unter der Leitung ihres neuen Trainers Miron Muslic auf dem Rasen bot.

Mulder: "Typisch Schalke!"

"Das ist typisch Schalke, unglaublich", kommentierte Sportdirektor Youri Mulder die Kulisse bei bestem Freibadwetter. Der "Eurofighter" kennt die außergewöhnlich starke Fan-Liebe auf Schalke seit mehreren Jahrzehnten, beeindruckt war der Ex-Profi diesmal insbesondere deshalb, weil die Zuschauer in Scharen kamen, obwohl der Zweitligist mit Platz 14 und 62 Gegentoren gerade erst die mieseste Saison der Klubhistorie hinter sich hat.

Vor wenigen Wochen wurde in der Arena noch gepfiffen, das Publikum strafte die Mannschaft für ihr sportliches Versagen mit Häme und Spott ab, Aufsichtsratsboss Axel Hefer gab angesichts der allgemeinen Umstände im Verein öffentlich zu, "das Kotzen" zu kriegen - mit Blick auf die Aufbruchstimmung, die x-te in den vergangenen Jahren, stellt das leidensfähige Publikum im Pott jetzt aber alles wieder auf Null.

Muslic weiß um die Verantwortung

Es hängt an Muslic und seiner Mannschaft, in welche Richtung das Schalker Stimmungspendel in den nächsten Wochen und Monaten ausschlägt. Der neue Trainer ist sich dieser Verantwortung bewusst. "Es liegt an uns, auf die Leidenschaft der Fans mit Leistung zu reagieren. Das wollen wir uns zu einem großen Vorteil machen."

Die Einheit zum Start - auf ausdrücklichen Wunsch Muslics ebenso öffentlich wie zumindest in der ersten Zeit weitgehend alle Einheiten in der Vorbereitung - war ein knapp einstündiger Aufgalopp, die Intensität wird nach dem trainingsfreien Sonntag aber schon ab Montag deutlich gesteigert. "Die Spieler hatten vor dem Auftakt zwei harte Tage mit Leistungstests hinter sich", sagte Muslic, der ankündigte: "Jetzt wird es auf dem Feld intensiv."

Königsblau muss den Kader verkleinern

Mehr als 30 Profis standen zum Start auf dem Feld, Neuverpflichtungen wie die von Innenverteidiger Nikola Katic stehen an, gleichzeitig wollen und müssen die Gelsenkirchener die Kadergröße in den nächsten Wochen aber deutlich reduzieren. Zuletzt haben sich Lino Tempelmann (zu Eintracht Braunschweig) und Paul Seguin (zu Hertha BSC) verabschiedet, weitere Verkaufskandidaten sind insbesondere - allein aus wirtschaftlichen Gründen - Verteidiger Taylan Bulut und Topstürmer Moussa Sylla, für den nun erste Angebote vorliegen.

Die beiden bisherigen externen Zugänge Timo Becker (kehrt aus Kiel zurück zu seinem Ausbildungsverein) und Soufiane El-Faouzi (kommt von Drittligist Alemannia Aachen) mischten zum Start schon eifrig mit, ebenso wie die Leihrückkehrer um Henning Matriciani. Bei ihm, Bryan Lasme, Steve Noode und Martin Wasinski strebt Schalke 04 im Sinne der Kaderverkleinerung nach neuen Leihgeschäften respektive dauerhaften Abschieden, bis zur erfolgreichen Umsetzung bleiben sie Teil des königsblauen Kaders.