Die Preußen können sich freuen: Mit Tobias Raschl konnte der SC einen Tag vor Ende der Transferphase nochmal zuschlagen und so den dritten Neuzugang in diesem Winter - neben den Stürmern Shin Yamada und Imad Rondic - festzurren. In Kaiserslautern halten die Verantwortlichen indes ihr Versprechen, den Profikader zu verkleinern: Mit Raschl verlässt nach Jan Elvedi, Faride Alidou und Afeez Aremu bereits der vierte Spieler in dieser Transferphase den Betzenberg.
Keine Erfolgsgeschichte unter Lieberknecht
Mit durchaus hohen Ambitionen war Raschl 2023 von der SpVgg Greuther Fürth zu den Roten Teufeln gewechselt, zweieinhalb Jahre später sieht der 25-Jährige unter Torsten Lieberknecht nun wohl keine Perspektive mehr. Stand Raschl in seiner ersten Saison auf dem Betzenberg noch 28-Mal auf dem Rasen, waren es in der vergangenen Spielzeit nur noch 13 Einsätze. In der aktuellen Spielzeit durfte der Mittelfeldmann in der Liga nur sechsmal ran, kam immer von der Bank.
Dabei gab es durchaus auch Highlights in Raschls Zeit auf dem Betzenberg. Allen voran der sensationelle DFB-Pokal-Finaleinzug 2024, auch wenn das Endspiel gegen Bayer Leverkusen mit 0:1 verloren ging - in welchem der Mittelfeldstratege aber sogar in der Startelf stand.
Raschl passt gut ins Ende-Profil
In Münster will Raschl nun wieder erste Wahl werden: "Über Münster habe ich bisher nur positives gehört, hatte auch Kontakt zu ein paar Jungs, die das bestätigt haben", wird der Neuzugang auf der Vereinswebsite zitiert. "Ich freue mich auf das familiäre Umfeld und die besondere Atmosphäre im Klub. Ich identifiziere mich zu 100 Prozent mit der Art und Weise, wie hier Fußball gespielt werden soll, das war mit ausschlaggebend für meine Entscheidung."
Als klassischer Ballbesitzspieler passt Raschl in der Tat durchaus ins Profil der Münsteraner und speziell von Trainer Alexander Ende - so darf er sich in der zweiten Saisonhälfte mit hoher Wahrscheinlichkeit auf mehr Einsatzzeiten als bei seinem bisherigen Arbeitsgeber freuen.
„Er weiß genau, in welches Umfeld, in welche Spielklasse und in was für eine Mannschaft er kommt.“ (Jan Uphues)
Das Arbeitspapier des Neuzugangs läuft zunächst bis Saisonende, die abstiegsbedrohten Adlerträger erhoffen sich durch die Verstärkung im Mittelfeld "schnelle Hilfe", so SCPM-Sportdirektor Jan Uphues, kenne Raschl das Umfeld und die Spielklasse doch sehr gut: "Tobi ist ein sehr variabler und laufstarker Mittelfeldspieler, der verantwortungsvoll verteidigt und ballsicher agiert. Das macht ihn in unserer Mittelfeldraute zu einem sehr vielseitigen Kombinationsspieler. Tobi kommt aus NRW, kennt die Region und auch die 2. Bundesliga sehr gut. Er weiß genau, in welches Umfeld, in welche Spielklasse und in was für eine Mannschaft er kommt", so Uphues.
Theoretisch könnte Raschl diese Qualitäten schon am Freitag unter Beweis stellen. Da empfängt Münster den VfL Bochum (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker).