Der 1. FC Magdeburg befindet sich weiter im freien Fall. Auch die Partie gegen die SV Elversberg brachte nicht die ersehnte Wende - nur die ersten Minuten machten zunächst etwas Hoffnung. Doch das Spiel kippte bereits bis zur Pause mit zwei Treffern der Gäste zum zwischenzeitlichen 2:0.
"Das zweite Gegentor war ein Genickschlag und zu viel des Guten, das hat uns gebrochen", sagte Trainer Markus Fiedler nach dem Spiel. Die schwarze Serie der vergangenen Wochen hat offensichtlich dazu geführt, dass sein Team keine Resilienz mehr zeigt in solchen Situationen.
Nach dem Spiel war es für alle Beteiligten schwierig, die vierte Niederlage ohne eigenen Treffer und die sechste in Folge einzuordnen. "Es fällt schwer, das zu erklären. Deswegen ist es nachvollziehbar, dass die Spieler mit Worten ringen, genau wie ich mit Worten ringe", so Fiedler.
"Momente, die uns alle ratlos machen"
Der FCM scheitert immer wieder an den gleichen Situationen. Während die eigenen Chancen nicht genutzt werden, wackelt die Defensive häufig bei Standards. "Ich kann es Ihnen gegenwärtig nicht erklären. Also es sind Momente, die letztendlich uns alle ratlos machen", sagte Fiedler nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Die Spieler, das Trainerteam, wir sind alle sehr enttäuscht. Wir werden sicherlich brauchen, das für uns zu analysieren."
Zeit, die Fiedler womöglich nicht mehr bekommt. Fiedler war erst im Sommer vom VfB Stuttgart nach Magdeburg gewechselt, nachdem Christian Titz überraschend nach Hannover gewechselt war. Eine für Montag angesetzte Medienrunde mit Sportdirektor Otmar Schork wurde laut MDR abgesagt. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es hinter den Kulissen reichlich Redebedarf gibt. Zudem steht die Länderspielpause an, was einem neuen Trainer zumindest die Möglichkeit geben würde, mit etwas Vorlauf, Einfluss auf das Team zu nehmen. Am 19. Oktober geht es in Darmstadt gegen den Tabellendritten weiter.