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Schmidt möchte das Muster durchbrechen

kicker

Unter der Woche sind die Heidenheimer noch einmal fleißig gewesen auf dem Transfermarkt, haben zunächst Christian Conteh von Eintracht Braunschweig, Bruder von FCH-Profi Sirlord Conteh, und am Donnerstag schließlich Leonidas Stergiou vom VfB Stuttgart verpflichten können. Während man Conteh fest verpflichten konnte, handelt es sich bei Stergiou jedoch abermals nur um eine Leihe bis Saisonende. Der Schweizer Nationalspieler soll der schlechtesten Abwehr der Liga (38 Gegentreffer) zu mehr Stabilität verhelfen und möchte sich seinerseits natürlich durch mehr Spielzeit als zuletzt beim VfB noch für die Nationalmannschaft empfehlen. Hier hoffen alle Beteiligten also auf eine Win-win-Situation. Gut möglich also, dass er bereits am Samstag ins Team geschmissen wird. Conteh dagegen sei noch nicht bereit für einen Einsatz.

Weiterhin fehlen wird dem FCH Budu Zivzivadze, bei dem noch Untersuchungen am Knie ausstehen. Eine Prognose, wann der georgische Nationalspieler wieder zur Verfügung stehen wird, wollte Frank Schmidt nicht abgeben. Wenngleich zwei neue Spieler auf dem Schlossberg angekommen sind, ist die Stimmung beim Schlusslicht freilich keine gute. "Die Stimmung ist ergebnismäßig angepasst, es kann ja keine gute Stimmung vorherrschen, wenn man nur einen Punkt holt", sagt Schmidt. Recht hat er.

Schmidt macht keinen Hehl aus seinem Ärger

Heidenheims Trainer wird sich weiterhin treu bleiben, wenn er sagt, dass Ergebnisse immer auch Konsequenzen haben müssen. "Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagt Schmidt, der die aktuelle Form der Mannschaft aber nicht nur auf die beiden Spiele gegen Köln und Mainz reduziert wissen wollte. Er griff auch noch auf das 1:2 bei St. Pauli zurück, als man es nicht schaffte, nach einer Halbzeit in Überzahl zumindest einen Punkt zu holen. Das 0:4 dazwischen gegen Bayern München klammert er aus. "Gegen Mannschaften, die eher weiter unten sind und als Konkurrenten gelten im Kampf um den Klassenerhalt, haben wir nur einen Punkt geholt, das ist zu wenig. Entsprechend enttäuscht sind wir und laufen nicht freudestrahlend durch die Gänge", so Schmidt weiter.

Weiterhin ehrlich wolle man mit sich umgehen in den Analysen der Spiele. Der FCH-Trainer räumt durchaus ein, dass der Sturz auf den letzten Tabellenplatz, exakt nach der Hinrunde, "ernüchternd" gewesen sei. "Es wäre nicht unmöglich gewesen, besser dazustehen. Es sind zu viele Niederlagen, zu wenige Punkte und somit sind wir enttäuscht von dieser Vorrunde. Das Positive: Schlechter kann es jetzt nicht mehr werden, es kann nur besser werden", flüchtet sich Schmidt in Galgenhumor. Ihn tröste es auch nicht, dass es weiterhin Teams um den FCH herum gibt, die ein ähnliches Punktedesaster erlebt haben, folglich noch in Reichweite sind. "Fakt ist: Wenn wir so weitermachen, werden die Abstände größer. Wir müssen dringend eine Trendwende einleiten."

Jede Veränderung ist aktuell eine legitime

Ebenfalls nicht verborgen geblieben ist den Verantwortlichen, dass man drei der vergangenen vier Gegentreffer wegen individueller Fehler kassiert hat. "Solange wir diese Fehler nicht abstellen, können wir keine Spiele gewinnen", sagt Schmidt reichlich pragmatisch. Aktuell, so Schmidt, sei jede Änderung beim Tabellenschlusslicht gerechtfertigt. "Wir müssen uns in allen Bereichen verbessern." Schmidt hat ein Muster erkannt bei seiner Mannschaft. Lediglich in fünf Spielen habe seine Mannschaft eine Leistung über das Spiel hinweg gezeigt, die es erlaube, Punkte zu holen. Das hat der FCH schließlich auch geschafft in genau diesen Partien. Dieses Muster gelte es zu durchbrechen, um mehr solche konstanten Leistungen auf den Rasen zu bringen.

Gegner Wolfsburg attestiert Schmidt eine hohe Qualität, dies sei eine Mannschaft, die nicht in den Abstiegskampf gehöre. Mit 18 Punkten sind die Wölfe allerdings längst noch nicht alle Sorgen los. Schmidt hätte diese Punkte gerne, "dann könnte ich besser schlafen". Wobei er das nur metaphorisch meinen kann, schließlich sagt er stets von sich selbst, dass er immer schlafen könne. Vielleicht entstehen nach einem Sieg in Wolfsburg aber bessere Träume.