FC Winterthur: Ein Weihnachtswunder
Patrick Rahmen soll das gelingen, was Uli Forte in der Vorsaison bereits gelungen ist: Einen grossen Rückstand in der Tabelle aufholen und sich dann auf heroische Art und Weise vor dem drohenden Abstieg retten. Dafür brauchen die Eulachstädter dringend Verstärkungen, denn Matteo Di Giusto fehlt an allen Ecken und Enden. Ein neuerlicher Nicht-Abstieg wäre für Winterthur mittlerweile bereits eine Sensation, deshalb wünschen sich die Fans vor allem ein Weihnachtswunder, damit die eigenen Spieler im Frühjahr wie beflügelt auftreten.
Grasshopper Club Zürich: Den ein oder anderen Franken von den US-amerikanischen Besitzern
Das Budget beim Grasshopper Club Zürich ist knapp. Alain Sutter muss sich ganz genau überlegen, wie er welchen Franken wo einsetzen will. Die sportliche Klasse der Spieler ist da natürlich überschaubar, auch wenn die Bayern-Leihgaben Jonathan Asp Jensen und Lovro Zvonarek die Zürcher natürlich besser gemacht haben. Die GC-Fans wünschen sich natürlich mehr als nur den Kampf gegen den Abstieg und dafür braucht es mehr Geld. Zu Weihnachten wäre also eine kleine Finanzspritze aus den USA in die Schweiz für GC durchaus angebracht.
FC Luzern: Ein Friedensvermittler für die Leuchtenstadt
Den Anwälten in der Innerschweiz muss es gut gehen, denn die Arbeit geht ihnen wohl kaum aus. Zum einen gibt es die juristischen Streitigkeiten zwischen der aktuellen Führung des FC Luzern und Bernhard Alpstaeg, zum anderen steht im Januar ein Gerichtstermin mit Fabio Celestini auf dem Programm. Dem FCL würde daher ein Friedensvermittler gut zu Gesicht stehen. Sportlich gesehen läuft es den Luzernern auch nicht nach Mass, doch wenn im Verein alle Ressourcen auf das Sportliche verwendet werden könnten, würde es den Innerschweizern vielleicht auch auf dem Grün wieder besser laufen.
Servette FC: Ein glückliches Händchen auf dem Transfermarkt
Bei den Genfern läuft noch nicht viel zusammen. Der Vizemeister ist regelrecht abgestürzt und braucht dringend Verstärkungen. Dafür braucht die sportliche Führung des Servette FC im Winter ein glückliches Händchen. Langfristig gesehen brauchen die Grenats auch einen Nachfolger von Mirsolav Stevanovic. Über Jahre hinweg wird man nicht mehr auf die Scorerpunkte des Bosniers bauen können. Daher ist der Weihnachtswunsch in der Calvinstadt klar: "Ein tolles Transferfenster soll her."
Lausanne-Sport: Eine Prise Konstanz
5:0 gegen YB, 5:1 gegen den FC Basel, 1:0 auswärts bei Besiktas Istanbul - an den guten Tagen ist Lausanne eine der besten Mannschaften der Schweiz. Diese guten Tage sind aber zu selten die Realität. Der FC Lausanne-Sport kämpft mit dem neuen Trainer Peter Zeidler um den Anschluss an die Top-6. Klar, ist es mit der Doppelbelastung durch die Conference League nicht einfach, doch etwas mehr Konstanz würde den Westschweizern gut zu Gesicht stehen. Daher ist der Weihnachtswunsch der Lausanner klar, konstanter sollen diese Galaauftritte vorkommen.
FC Zürich: Ruhe im Umfeld
Auf Mitchell van der Gaag ist im Herbst Dennis Hediger gefolgt. Unter dem neuen Trainer hat sich der FC Zürich stabilisiert, daher darf Hediger nun als Cheftrainer weitermachen. Nicht weitermachen darf Milos Malenovic. Der Verwaltungsrat des FCZ hat beschlossen, den Sportchef abzusetzen. Auf Mandatsbasis hätte der Verein gerne mit Malenovic weitergearbeitet, doch diese Idee der sportlichen Führung ist nicht zustande gekommen. Auf alle Fälle stünde dem FC Zürich in den nächsten Monaten etwas mehr Ruhe im Umfeld gut zu Gesicht, weshalb dieser Weihnachtswunsch der FCZ-Fans gar nicht überraschend ist.
FC Sion: Ein Duplikat der Vorrunde
Die zweite Saison nach einem Aufstieg wird meist zur schweren Herausforderung auserkoren. Beim FC Sion wird diese Aufgabe gerade toll gemeistert. Zur Saisonhälfte stehen die Walliser in der Championship Group. Der Kampf um Europa ist wesentlich näher als der Abstiegskampf. So kann es aus Sicht der Sion-Fans weitergehen, daher ist der Wunsch für die nächsten 19 Spiele einfach: "Bitte ein Duplikat der Vorrunde."
BSC Young Boys: Eine Abwehr, die den Namen Abwehr auch verdient
Unter Giorgio Contini war die mangelnde Konstanz in den Leistungen der Berner Young Boys ein grosses Problem. Auch die Abwehr stand nur selten sattelfest und das hat sich in den ersten Wochen unter Gerardo Seoane nur bedingt geändert. Zwar gab es auch Siege ohne Gegentreffer, aber auch Aussetzer wie die 2:6-Pleite gegen die Grasshoppers oder ein wildes 4:4 gegen Servette. Eine solche Abwehr ist schlicht ungenügend, wenn in der Liga zur grossen Aufholjagd angesetzt werden will. Da wünschen sich die YB-Fans zu Recht eine bessere Abwehr.
FC Lugano: Mehr Fans sind gewünscht
Wenn sich die Fans beim FC Lugano in den eigenen Reihen umschauen, wird ihnen auffallen: "So viele sind wir gar nicht." Nur knapp 3500 Zuschauer pilgern im Schnitt ins Cornaredo und das, obschon die Mannschaft in den letzten Wochen wiedererstarkte Leistungen zeigt. Wohin die Reise der Bianconeri in der Tabelle noch führen wird, ist ungewiss. Dennoch dürften sich die Tessiner Fans Zuwachs in den eigenen Reihen wünschen.
FC Basel: Einen Knipser, der Tore und Punkte garantiert
Viel wurde im Herbst bereits darüber berichtet, der FC Basel hat ein Stürmerproblem. Erst tief im Dezember hat Moritz Broschinski sein erstes Ligator erzielen können. Albian Ajeti steht derweil bei drei Saisontoren. Hätte Rotblau einen torgefährlichen Stürmer mit grossem Einfluss auf das Spiel, bräuchte es nicht viel Fantasie, um sich den FC Basel in der Tabelle ganz oben vorzustellen. Einen solchen Stürmer wünschen sich wohl alle Anhänger des FC Basel, um den Meistertitel der Vorsaison wiederholen zu können.
FC St.Gallen: Die Verletzungshexe soll der Gallusstadt fernbleiben
Mit Behar Neziri hat es im zweitletzten Spiel des Jahres einen Leistungsträger erwischt. Der Deutsche hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und wird lange ausfallen. Solche Verletzungen gefährden den Höhenflug der Espen. Einen Ausfall dieser Gewichtsklasse kann der FCSG womöglich noch kompensieren, danach wird es irgendwann schwer. Daher wünschen sich die Fans der St.Galler zu Weihnachten, dass die Verletzungshexe doch bitte in anderen Städten ihr Unwesen treiben soll.
FC Thun: Einen freien Kopf
Ähnlich wie beim FC Sion wünschen sich die Fans des FC Thun wohl ein Duplikat der Hinrunde für die Rückrunde. Als Leader, der eine Sensation schaffen kann, beginnt man aber oftmals zu viel nachzudenken. Genau das wünschen sich die Thuner Fans für ihr Team nicht. Der Kopf soll frei bleiben, damit die Beine nicht plötzlich gelähmt werden. So können die Berner Oberländer auch in der Rückrunde noch lange auf den Meistertitel hoffen.