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Frischer Wind für Darmstadts Offensive zum Spitzenspiel

kicker

Wenn Trainer Florian Kohfeldt von Killian Corredor und Fraser Hornby spricht, gerät er regelrecht ins Schwärmen. "Beide bringen eine Persönlichkeit mit, die uns sehr guttut", sagte der Trainer des SV Darmstadt 98 am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Topspiel gegen Tabellenführer Schalke am Böllenfalltor (Samstag, 20.30 Uhr, LIVE! bei kicker).

Beide Spieler seien zwei wichtige Pfeiler für das Team, das sich als starke Gruppe zeige und nicht von Widerständen brechen lasse. Zudem seien beide wichtige Tiefengeber für das Spiel. "Sie bieten viele tiefe Läufe an, viele Läufe hinter die Kette, viele Läufe im Pressing", sagte der Coach. "Das ist natürlich etwas, was die Mannschaft in der richtigen Balance hält."

Strategiewechsel bei Verletzungen

Wie wichtig die beiden Spieler sind, zeigte sich zuletzt beim 1:1 gegen Schlusslicht Magdeburg. Da fehlten sie nämlich, Torjäger Isac Lidberg verhungerte im Angriff auf sich allein gestellt und die erfolgreichste Offensive der Liga war nur ein laues Lüftchen. Hornby hat nach seiner Oberschenkelverletzung die Woche voll trainiert, ebenso Corredor, der sich mit Hüftproblemen herumplagt und zudem im Spiel gegen Dresden Ende Februar auch noch einen Schlag abgekommen hatte.

Gut möglich also, dass beide wieder in der Startformation stehen - auch, weil Kohfeldt gerade einen Strategiewechsel angekündigt hat. Während man bislang immer den Fokus darauf gelegt habe, einen verletzten Spieler soweit auszukurieren, dass er langfristig und vollständig zur Verfügung steht, so rückt diese Ausrichtung im Schlussspurt mehr in den Hintergrund zugunsten einer kurzfristigeren Perspektive - auch wenn der Spieler dann vielleicht nur 20 Minuten spielen könne.

Nürnberger fraglich - Petretta als Option

Einer, bei dem diese kurzfristigere Perspektive zum Tragen kommen könnte, ist Linksverteidiger Fabian Nürnberger. Der war nach seiner Einwechslung in Magdeburg vor Wochenfrist auffälligster Spieler: Erst unterlief ihm ein Eigentor, dann vergab er eine Großchance und schließlich gelang ihm mit einem abgefälschten Ball der Ausgleich. Über Nürnberger hatte Kohfeldt erst diese Woche gesagt, dass es nach dessen Knieoperation im Herbst schwierig werde, ihn für die restliche Saison auf ein stabiles Niveau zu bringen, dass er 90 Minuten spielen kann.

Als Ersatz bietet sich Winterneuzugang Raoul Petretta an, der in Magdeburg kurzfristig ausgefallen war. Auch Routinier Fabian Holland könnte - ähnlich wie beim 4:0 im Pokal gegen Schalke im Herbst - eine Option sein.

Bialek fehlt sicher

Weiter fehlen wird dagegen ein anderer Spieler, der im Pokal gegen Schalke seinen bislang einzigen Treffer für die Lilien erzielt hatte: Angreifer Bartosz Bialek fehlt weiter wegen einer im Wintertrainingslager erlittenen Sprunggelenkverletzung. Zuletzt war angepeilt gewesen, dass er in der Länderspielpause nach dem Schalke-Spiel wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren wird.