Nach dem Bundesliga-Abstieg findet sich Holstein Kiel auch in der 2. Bundesliga im Tabellenkeller wieder. Bereits vier Gegentore kassierten die Störche an den ersten beiden Spieltagen, der einzige Liga-Torschütze Armin Gigovic hat den Klub gen Bern verlassen. Für neuen Schwung im Angriff der KSV soll nun Adrian Kapralik sorgen, der sich seit Freitag das Kieler Trikot überstreift.
Der 23 Jahre alte Slowene kommt vom slowakischen Erstligisten MSK Zilina an die Föhrde, ist in der Offensive variabel einsetzbar und unterschreibt bis Sommer 2029. Für Zilina absolvierte der U-Nationalspieler, der auch ein A-Länderspiel vorweisen kann, 141 Pflichtspiele für die Profis, wobei ihm 30 Tore gelangen. Die Saison 2023/24 verbrachte Kapralik auf Leihbasis in Polen bei Gornik Zabrze, wo er mit Lukas Podolski zusammenspielte.
"Wir haben Adrian in den letzten Jahren in Zilina und den Nationalmannschaften intensiv verfolgt und sind überzeugt, einen hochveranlagten Spieler gewonnen zu haben", erklärt Kiels Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe. "Er hat die Qualitäten, um in unserem Offensivspiel auf verschiedenen Positionen den Unterschied zu machen." Kapralik bringe "enorme Schnelligkeit, einen guten Abschluss und eine große Variabilität" mit - und somit allesamt Eigenschaften, die gut in das Spielsystem unter Trainer Marcel Rapp passen.
In Kiel ist Kapralik bereits der zwölfte Neuzugang der laufenden Transferperiode. Dem gegenüber stehen 16 Abgänge, wobei insbesondere die von Top-Torschütze Shuto Machino (elf Bundesliga-Tore) zu Borussia Mönchengladbach dem Kieler Angriff anzumerken ist. Vor Kapralik hatten die Verantwortlichen in Marcus Müller (VfL Osnabrück) erst einen neuen Stürmer verpflichtet.