Fortuna Köln arbeitete am 16. September in der Regionalliga-Partie gegen den 1. FC Bocholt nach frühem Rückstand am Ausgleich, als ab der 53. Minute vorerst nichts mehr ging. Im Kölner Block wurde Pyrotechnik abgebrannt. Da das Schiedsrichtergespann um Nils Hasse eine Gefahr für am Spiel beteiligte Personen gesehen hatte, wurde das Spiel für acht Minuten unterbrochen. Vor allem, da mehrere senkrecht emporsteigende Raketen aus zwei Feuerwerksbatterien für Funkenflug in Richtung der Trainerbänke und bis aufs Spielfeld gesorgt hätten, ging Hasse auf Nummer sicher.
Nun hat der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) entschieden, wie er auf diese Vorkommnisse reagieren will. Heraus kam, dass Fortuna Köln eine Geldstrafe in Höhe von 4.200 Euro zahlen muss. Für einen Viertligisten eine beträchtliche Summe, der SC Fortuna selbst spricht von einer "drakonischen Strafe".
Schon kurz nach dem Bocholt-Spiel verurteilten die Südstädter den "gezielten Einsatz von Pyrotechnik durch Teile der Ultraszene" und kündigten an, in enger Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Wachdienst und den Sicherheitsbehörden die Vorfälle umfassend aufzuarbeiten und Sanktionen gegen identifizierte Personen auszusprechen.
Die Kölner machen nach Bekanntwerden der Strafe aktuell nochmals klar, dass eine mehrminütige Unterbrechung erheblichen Einfluss auf das Spiel habe und den Spielcharakter maßgeblich mitprägen könne. Ein Happy End hatte jener Dienstag im September dennoch für Fortuna Köln: Tief in der Nachspielzeit erzielte Luca Majetic nach einem Eckball mit dem Rücken den 1:1-Ausgleich für die Rheinländer.