Wenn sich der Real Madrid C.F. und Borussia Dortmund am 5. Juli (22 Uhr MESZ) im MetLife-Stadion von New York New Jersey im Viertelfinale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ gegenüberstehen, treffen die beiden europäischen Schwergewichte erstmals außerhalb der UEFA Champions League aufeinander.
Bevor der spanische und der deutsche Topklub einen Halbfinalisten ermitteln, blicken wir zurück in die Historie dieser Begegnung und schauen auf fünf denkwürdige frühere Begegnungen.
1. April 1998, Champions League, Halbfinale
Das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams fand in der Champions-League-Saison 1997/98 statt. Beide Teams setzten sich zunächst jeweils als Gruppensieger durch. Der BVB schaltete als amtierender Titelverteidiger im anschließenden Viertelfinale den FC Bayern München knapp in der Verlängerung aus, Real kam gegen Bayer Leverkusen weiter. Das Halbfinalhinspiel in Madrid ging in die Geschichte ein, als kurz vor Spielbeginn ein Torpfosten brach und das Spiel erst mit einer mehr als einstündigen Verzögerung beginnen konnte. Die von Jupp Heynckes trainierten Madrilenen setzten sich schließlich mit 2:0 durch Tore von Fernando Morientes und Christian Karembeu durch. Ein torloses Rückspiel reichte den Königlichen zum Finaleinzug gegen Juventus, wo man die Saison schließlich erfolgreich krönte.
24. April 2013, Champions League, Halbfinale
Den höchsten BVB-Sieg gegen Real Madrid bekamen die Fans im Halbfinal-Hinspiel der Saison 2012/13 zu sehen. Es war der Abend von Robert Lewandowski, der alle vier Dortmunder Tore erzielte und damit das Tor zum zweiten Finaleinzug des BVB nach 1997 weit aufstieß. Der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Cristiano Ronaldo hatte am Ende nur einen kosmetischen Effekt. Trotz einer 0:2-Niederlage im Rückspiel zog die BVB-Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ins Finale gegen den FC Bayern ein. Die Bayern hatten im Halbfinale den FC Barcelona mit insgesamt 7:0 ausgeschaltet und behielten am Ende auch im Finale von Wembley mit 2:1 die Oberhand gegen Borussia Dortmund.
8. April 2014, Champions League, Viertelfinale
In der Folgesaison kam es erneut zum Duell der beiden Teams in der K.o.-Runde der Champions League – diesmal bereits im Viertelfinale. Nachdem Real im Hinspiel mit einem klaren 3:0-Erfolg die Weichen bereits klar auf den erneuten Halbfinaleinzug gestellt hatte, wäre dem BVB im Rückspiel beinahe das große Wunder geglückt. Ein von Roman Weidenfeller gehaltener Handelfmeter von Ángel Di María und ein Doppelpack von Marco Reus noch in der ersten Halbzeit sorgte für eine wilde zweite Hälfte, in der am Ende Iker Casillas und das Aluminium einen dritten BVB-Treffer verhinderten. Im Halbfinale hatte Real mit dem FC Bayern deutlich weniger Mühe (insgesamt 5:0) und auch das Finale gegen den Lokalrivalen Atlético gewann Carlo Ancelottis Team mit 4:1 nach Verlängerung.
1. Juni 2024, Champions League, Finale
Obwohl sich Real und Dortmund bereits vorher mehrere wichtige Schlagabtäusche geliefert hatten, war noch keines von derart großer Bedeutung wie das Champions-League-Finale 2023/24. Auf dem Weg ins Finale wurden beide Teams zunächst Gruppensieger. Dortmund schaltete anschließend in der K.o.-Phase die PSV Eindhoven, Atlético Madrid und Paris Saint-Germain aus. Real setzte sich seinerseits gegen RB Leipzig, Manchester City und Bayern München durch. Der BVB stand damit elf Jahre nach der Finalniederlage gegen die Bayern erneut im Champions-League-Endspiel – und erneut im Londoner Wembley-Stadion. Bis zur Schlussviertelstunde neutralisierten sich die beiden Teams und als die ersten Fans bereits mit einer Verlängerung rechneten, trafen Dani Carvajal und Vinícius Júnior für die Madrilenen, die sich damit ein weiteres Mal die europäische Krone aufsetzten.
22. Oktober 2024, Champions League, Ligaphase
Das bislang letzte Duell der beiden Teams fand im vergangenen Oktober statt. In der neu eingeführten Ligaphase traf man am 3. Spieltag aufeinander. Obwohl der BVB zur Halbzeit nach Toren von Donyell Malen und Jamie Gittens mit 2:0 in Führung lag, stand am Ende der höchste Sieg von Real gegen die Dortmunder. Antonio Rüdiger, Lucas Vázquez und ein Hattrick von Vinícius Júnior drehten das Spiel zugunsten der Spanier, die sich später im Viertelfinale Arsenal mit insgesamt 1:5 beugen mussten. Für den BVB war ebenfalls im Viertelfinale Endstation. Gegen den FC Barcelona war die Hypothek eines 0:4 im Hinspiel zu groß – der 3:1-Sieg im Rückspiel reichte nicht mehr für das Weiterkommen.