Yassine Bounou spielt bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ groß auf. Der marokkanische Torhüter mit dem Spitznamen "Die Spinne" hat den saudischen Verein Al Hilal nach einem historischen 4:3-Sieg gegen Manchester City ins Viertelfinale geführt.
"Der Torwart ist die halbe Mannschaft", heißt es im Fußball. Doch nur wenige Keeper zeigen dies so eindrucksvoll wie Yassine Bounou. Ob für die Nationalmannschaft Marokkos oder für Al Hilal – er zeigt in wichtigen Wettbewerben immer außergewöhnliche Leistungen.
Dabei ist er mehr als einfach nur ein Torwart. Seine Aktionen und Paraden, mit denen er sich zu einem der besten Schlussmänner der Welt etabliert hat, werden den Fans immer in der Erinnerung bleiben.
Im Achtelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™ traf Marokko auf die mit Stars gespickte spanische Nationalmannschaft. Nach einem torlosen Unentschieden kam es zum Elfmeterschießen, in dem Bounou zum Nationalhelden avancierte. Er hielt die Versuche von Carlos Soler und Sergio Busquets, während Pablo Sarabia nur den Pfosten traf. So oder so war Bounou schon in der richtigen Ecke. Selbstverständlich hatte sich Marokko nur dank seiner unvergleichlichen Paraden ins Elfmeterschießen gerettet. Sowohl in der regulären Spielzeit als auch in der Verlängerung parierte Bounou mehrmals. So konnte er nicht nur seinen Kasten sauber halten, sondern auch den Weg für etwas Historisches ebnen: Marokkos erstes Viertelfinale bei einer WM.
Nach dem Sieg gegen Spanien zeigte Bounou auch im Viertelfinale gegen Cristiano Ronaldos Portugal eine starke Leistung. Er konnte dreimal entscheidend eingreifen und dabei sogar einen wuchtigen Schuss von João Félix parieren, womit er zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor blieb. Marokko gewann mit 1:0 und erreichte damit als erste arabische bzw. afrikanische Mannschaft ein WM-Halbfinale. Dabei schrieb Bounou Geschichte, weil er in zwei aufeinanderfolgenden K.o.-Spielen die besten Stürmer der Welt zum Verzweifeln brachte.
In einem spannenden Gruppenspiel gegen Real Madrid bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ konnte Bounou erneut glänzen. Er hielt kurz vor Spielende einen Elfmeter und rettete seinem Team damit das Unentschieden. Zudem zeigte er fünf weitere Paraden und entschärfte unter anderem die Schüsse von Vinícius Júnior und Gonzalo García. Dank des 1:1-Unentschiedens konnte Al Hilal die Chance aufs Weiterkommen wahren. Obwohl er nicht zum "Michelob Ultra Spieler des Spiels" gewählt wurde - was sich gegen Salzburg ändern sollte - war Bounou der eigentliche Star.
Nur wenige Tage später zeigte Yassine Bounou erneut seine Klasse und rettete Al Hilal vor einer Niederlage gegen Manchester City, indem er ganze elf Schüsse parierte. Er brachte die Stürmer des englischen Spitzenklubs immer wieder zum Verzweifeln und zeigte mit seinen Paraden in klaren Eins-gegen-Eins-Situationen, wie gut er wirklich ist. Nur dank dieser Rettungstaten konnte seine Mannschaft die von Manchester City dominierte erste Halbzeit überstehen. Bounou gab seinen Teamkollegen so die Möglichkeit, in der zweiten Halbzeit zurückzukommen und in der Verlängerung einen 4:3-Sieg zu erringen.
In einer der wichtigsten Nächte seiner europäischen Vereinskarriere zeigte Bounou im Finale der UEFA Europa League 2023 gegen die damals von José Mourinho trainierte AS Rom eine grandiose Leistung. Nach einem 1:1-Unentschieden, das Bounou mit zwei unglaublichen Paraden rettete, ging die Partie ins Elfmeterschießen. Er bewies wieder einmal Nerven aus Stahl und hielt die Schüsse von Gianluca Mancini und Roger Ibañez, um Sevilla damit den siebten Europa-League-Titel zu sichern. Außerdem wurde er zum Spieler des Spiels gewählt.