Der Hamburger SV hat einen kleinen Transfercoup gelandet. Damion Downs, der im Sommer noch für acht Millionen Euro von Aufsteiger 1. FC Köln zum FC Southampton gewechselt war, kommt bis zum Saisonende auf Leihbasis - inklusive Kaufoption. Der kicker hatte vor Jahresfrist exklusiv über das HSV-Interesse am 21-jährigen Mittelstürmer berichtet, den auch Nordrivale Werder Bremen intensiv umworben hatte.
"In den vergangenen Tagen haben wir uns sehr intensiv um Damion bemüht und sind froh, dass wir ihn vom HSV und unserem Weg überzeugen konnten", wird Vorstand Eric Huwer am Mittwoch in der Klubmitteilung zitiert. Sportdirektor Claus Costa und dessen Team "haben hier ganze Arbeit geleistet. Die Verpflichtung unterstreicht, dass wir unsere Stärken als Standort entsprechend transportieren können."
Beim FC war Downs in der vergangenen Saison mit zehn Toren und fünf Assists einer der Aufstiegsgaranten, beim Premier-League-Absteiger Southampton, der inzwischen vom deutschen Trainer Tonda Eckert trainiert wird, dagegen nur in einer Nebenrolle. Ein Tor war ihm in elf Championship-Einsätzen nicht vergönnt.
"Guter Mix aus Größe, Tempo und Tiefgang"
"Mit Damion haben wir frühzeitig in diesem Transferfenster eine offene Planstelle im Kader geschlossen. Er kennt die Bundesliga und bringt eine interessante Mischung aus Qualität und Entwicklungspotenzial mit", freut sich Costa über die Verstärkung im Bundesliga-Abstiegskampf. "Damion ist ein vertikaler Mittelstürmer, der über einen guten Mix aus Größe, Tempo und Tiefgang verfügt. Mit seinen Stärken im Umschaltspiel und seiner Boxpräsenz passt er sehr gut in das Anforderungsprofil, das wir in enger Abstimmung mit dem Trainerteam erarbeitet haben."
Zehn Bundesliga-Einsätze hat Downs aus der Saison 2023/24 bereits in seiner Vita, jetzt will er nachlegen, mit der Nummer 19 auf dem Rücken. "Ich freue mich extrem, beim HSV sein zu dürfen und auf die gemeinsame Reise mit dem Klub", sagt der sechsmalige US-Nationalspieler, der aus Bayern stammt und 2020 nach Köln gewechselt war. "Ich hatte gute Gespräche mit den sportlichen Verantwortlichen, in denen ich ein gutes Gefühl für die Aufgabe entwickelt habe. Nun kann ich es kaum erwarten, meine Stärken auf dem Platz einzubringen und in der Bundesliga wieder auf dem höchsten Niveau in Deutschland zu spielen."