Am Dienstag erklärte Sportchef Alain Sutter auf dem GC-Campus die Hintergründe der Entscheidung. Der Druck im Abstiegskampf sei enorm: Nach mehreren Niederlagen in Serie belegt GC derzeit einen Platz am Tabellenende. Trotz der brisanten Lage nach dem 1:5-Debakel in Thun und dem Sieg von Konkurrent Winterthur gegen Luzern betonte Sutter jedoch: "Wer mich kennt, weiss, dass ich nicht zur Panik tendiere."
Die Entscheidung, sich von Scheiblehner zu trennen, sei ihm "extrem schwergefallen". Sutter stellt klar: "Gerald Scheiblehner hat nichts falsch gemacht, aber ich bin zum Entschluss gekommen, dass es diesen neuen Impuls braucht." Der Schritt sei keine Kurzschlussreaktion, sondern das Ergebnis einer nüchternen Analyse: "Es gab kein bestimmtes Ereignis oder Spiel. Die nackten Zahlen zeigen, dass wir einfach viel zu wenig Punkte geholt haben."
Mit dem neuen Trainerteam erhofft sich GC nun eine Trendwende. "Ganz einfach: Wir erhoffen uns mehr Punkte", so Sutter. Das Trio um Messner, Gashi und Pavlovic sei sich der Schwere der Aufgabe bewusst. "Ihnen ist bewusst, dass sie viel verlieren können. Aber sie sind überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen." Sutter selbst gibt sich optimistisch: "Wenn ich nicht daran glauben würde, müsste ich sagen, dass ich nicht mehr der Richtige bin für diesen Job."