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"Geil für die Jungs, die hintendran waren": John freut sich auch mit Abrangao

kicker

Den - besonders offensiv - dürftigen Auftritt auf Schalke (0:1) bezeichnete Fürths Cheftrainer Thomas Kleine noch als Nackenschlag in der aktuellen Entwicklung. Das Heimspiel gegen Hannover war somit richtungsweisend für die Stimmung in der Länderspielpause.

"Mittlerweile eine Stärke von uns"

Nachdem die 96er anfangs unheimlich dominant aufgetreten waren, kämpfte sich die SpVgg mit der Dauer des Spiels immer besser hinein. "Das war nicht immer so und ist mittlerweile eine Stärke von uns", sagte Marco John nach dem 2:2 mit zweimaligem Rückstand über die mentalen Qualitäten der Mannschaft.

Sein Trainer sprach nach Abpfiff von einem Punkt, "den wir uns hinten raus auch verdient haben". In Anbetracht der Personalsorgen, mit denen die Fürther im Vorfeld zu kämpfen hatten, und der Leistungssteigerung konnte man sich Kleines Meinung anschließen.

Dem Kleeblatt fehlten Itter, Bjarnason, Keller und Cabrera verletzt oder erkrankt. John sah es pragmatisch: "Das ist eine Chance für die Jungs, die zuletzt wenig gespielt haben." Schließlich war nach der Leistung gegen Schalke "keiner unantastbar".

Der langjährige Stamm-Linksverteidiger, der, obwohl niemand unantastbar ist, nun seinen Platz im zentralen Mittelfeld ziemlich sicher hat, lobte die Vertreter und fand es "geil für die Jungs, die etwas hintendran waren und nun ihre Chance genutzt haben". Explizit hervorheben wollte John dabei Innenverteidiger Reno Münz, der seinen Job unaufgeregt verrichtete.

Krönung des Debüts

Einer der Profiteure der Ausfälle war zudem David Abrangao. Als Sommerneuzugang von Türkgücü München wurde der 21-Jährige fest für die Regionalliga-Vertretung des Kleeblatt eingeplant. Ab der 73. Minute übernahm der Linksverteidiger für Jannik Dehm - und überzeugte mit Mut, Tempo und Entschlossenheit. Für den in München ausgebildeten 1,91-Meter-Hünen war es nach 50 Viertliga-Einsätzen der erste Profi-Auftritt überhaupt.

Dass Abrangao nur neun Minuten nach dem Wechsel sein auffälliges Debüt mit dem entscheidenden Ausgleichstreffer per Kopf krönte, freute nicht nur seinen Coach und die Teamkollegen, sondern brachte ihm auch einen Sonderapplaus aus dem Fanblock ein.

Dass das Kleeblatt trotz mehrerer Ausfälle noch Spieler einwechseln kann, die einen positiven Einfluss auf das Spiel nehmen können, war gerade in der vergangenen Saison zu selten der Fall.

Und die, die gegen Schalke gespielt und nicht überzeugt haben? Die sind für John "jetzt auch wieder gefragt, ihre Leistung zu bringen".