FC Winterthur - Andrin Hunziker
Der Leihspieler des FC Basel war in der Hinrunde mit Abstand der beste Spieler der Winterthurer. Mit sechs Toren und einer Vorlage ist er an einem Drittel der Winterthurer Tore direkt beteiligt - und dies, obwohl er in den ersten sieben Runden nur zu Teileinsätzen kam. Normalerweise würde eine vorzeitige Rückkehr aus der Leihe nicht infrage kommen. Da die Stürmersituation beim FC Basel aktuell jedoch mehr als aussergewöhnlich ist, kann dies nicht ausgeschlossen werden. Fakt ist: Hunziker ist nicht nur der torgefährlichste Stürmer des FC Winterthur, sondern auch der des FC Basel.
Grasshopper Club Zürich - Nikolas Muci
Bei den Grasshoppers spielte sich in der Vorrunde nur ein Spieler ins Rampenlicht. Doch dass Bayern-Leihgabe Asp Jensen den Rekordmeister bereits im Winter wieder verlässt, kann als sehr unrealistisch angesehen werden. Ansonsten könnte es sein, dass ein Spieler aus der zweiten Reihe den Verein verlässt, der aktuell nicht viel Spielzeit bekommt. Ein solcher Spieler könnte beispielsweise Nikolas Muci sein. Der ehemalige U21-Nationalspieler verfügt zweifellos über Potenzial, bringt dieses aktuell jedoch nicht auf den Platz. In 19 Spielen kam er lediglich auf drei Tore und eine Vorlage. Bei einem guten Angebot für den Stürmer könnten die Hoppers daher nicht abgeneigt sein, Muci ziehen zu lassen.
Servette FC - Loun Srdanovic
Obschon es dem Servette FC überhaupt nicht läuft, hat sich mit Loun Srdanovic ein Spieler auf die Notizzettel europäischer Topklubs gespielt. Der Aussenverteidiger gilt schon lange als grosses Talent und kam in dieser Hinrunde siebenmal zum Einsatz; es wären sicherlich noch mehr Einsätze dazugekommen, wenn Srdanovic nicht durch Verletzungen zurückgeworfen worden wäre. Gemäss dem Sportlichen Leiter Servettes, Gérard Bonneau, bräuchte es jedoch schon ein sehr gutes Angebot, damit der Aussenverteidiger ziehen gelassen wird: "Wir haben keinerlei Interesse, ihn ziehen zu lassen." In der Calvinstadt hat Srdanovic noch einen Vertrag bis 2027.
FC Lausanne-Sport - Gaoussou Diakité
Gaoussou Diakité hat in dieser Saison bereits den Berner Young Boys und dem FC Basel das Fürchten gelehrt. Bei den 5:0- bzw. 5:1-Siegen war Diakité jeweils der überragende Mann und steuerte in den beiden Partien vier Scorerpunkte bei. Auch auf internationaler Bühne weiss der Leihspieler von Red Bull Salzburg zu gefallen. Zeigt Diakité nun auch beim Afrika-Cup mit Mali seine Klasse, könnte Red Bull darüber nachdenken, seinen Leihspieler bereits im Winter wieder zurückzuholen.
FC Luzern - Lucas Ferreira
Lucas Ferreira war vor der Saison wohl nur eingefleischten Fans des FC Luzern ein Begriff. Doch bereits im ersten Saisonspiel traf der offensive Mittelfeldspieler bei seinem Super-League-Debüt. Im Verlauf der Hinrunde kamen fünf weitere Tore sowie eine Vorlage hinzu. Da Lucas Ferreira gerade erst 19 Jahre alt geworden ist und zudem portugiesischer U20-Nationalspieler ist, wecken solche Leistungen natürlich Begehrlichkeiten. Nichtsdestotrotz dürfte Lucas Ferreira den Verein im Winter wahrscheinlich nicht verlassen.
FC Zürich - Cheveyo Tsawa
Wenn man Cheveyo Tsawa spielen sieht, vergisst man, dass der Mann aus dem eigenen Nachwuchs erst 19 Jahre alt ist. Der defensive Mittelfeldspieler ist der Denker und Lenker des FCZ-Spiels. Klar, auch er hat in der zum Teil wilden Hinrunde des FCZ nicht immer überzeugt, doch sein Potenzial ist unübersehbar. Das Talent Tsawa ist nicht unentdeckt geblieben: Es gibt Meldungen, dass der Youngster beim FC Brügge hoch im Kurs stehen soll - und die haben bislang ja gar nicht so schlechte Erfahrungen mit Mittelfeldspielern aus der Super League gemacht.
FC Sion - Ilyas Chouaref
An guten Tagen gehört der französische Flügelspieler des FC Sion zu den besten Spielern, die diese Liga zu bieten hat. Doch in der Vorrunde brachte Chouaref sein Potenzial noch zu wenig auf den Platz. So stehen in 19 Spielen "nur" fünf Scorerpunkte auf seinem Konto. Ein Transfer von Chouaref im Winter steht also nicht unmittelbar bevor; nichtsdestotrotz dürfte es auch einmal das Ziel Chouarefs sein, für einen grösseren Club als den FC Sion aufzulaufen.
BSC Young Boys- Jaouen Hadjam
Der algerische Aussenverteidiger gehört zweifelsfrei zu den technisch begabtesten Spielern dieser Liga. Beim 4:4-Auswärtsspiel gegen den Servette FC liess Hadjam beispielsweise sieben Spieler der Grenats wie Slalomstangen stehen und traf zum zwischenzeitlichen 3:2. Hadjams Problem ist aktuell, dass er von Beruf Aussenverteidiger ist und daher auch verteidigen muss - was dem Algerier oft nicht so gut gelingt. Nichtsdestotrotz macht Hadjam bereits länger auf sich aufmerksam. Aktuell sieht es so aus, als könnte Besiktas Istanbul ernst machen und den Algerier im Winter verpflichten.
FC Basel - Philip Otele
Bereits im Sommer gab es um Philip Otele Gerüchte, die den Flügelspieler nach seinen starken Leistungen mit einem Abgang in die Premier League in Verbindung brachten. In dieser Saison überzeugt der Nigerianer noch nicht restlos - dies könnte jedoch auch daran liegen, dass er als bislang einziger Basler in allen 30 Spielen zum Einsatz kam. Im Winter könnte nun tatsächlich der Wechsel auf die Insel erfolgen. Gemäss dem britischen Sportjournalisten Ben Jacobs sollen sowohl Birmingham City als auch Crystal Palace Interesse an Otele bekunden. Die Vorstellungen des FC Basel liegen aktuell zwischen acht und zehn Millionen Euro.
FC Lugano - Mattia Zanotti
Hätte sich der italienische Aussenverteidiger im Sommer nicht mitten in der Transferphase verletzt, würde er wahrscheinlich mittlerweile schon im Ausland spielen. Denn im Sommer gab es diverse Vereine, die Interesse am Italiener bekundeten. Bei seiner Rückkehr nach der Verletzung zeigte Zanotti dann auch sofort, warum unter anderem der SSC Neapel Interesse am 22-Jährigen bekundet hatte. Zanotti ist mit ein Grund für das Wiedererstarken der Tessiner; ein Transfer im Winter kann daher nicht ausgeschlossen werden.
FC St. Gallen - Alessandro Vogt
Der Angreifer des FC St. Gallen ist der Aufsteiger der bisherigen Saison. Vogt schaffte es, ohne Schwierigkeiten den nach Paris abgewanderten Willem Geubbels vergessen zu machen. Mit seinen Auftritten spielte sich das St.Galler Eigengewächs bereits in die Notizbücher diverser Clubs aus der Bundesliga. Der nächste Schritt von Vogt muss jedoch wohlüberlegt sein: Will er an die WM, muss er weiterhin spielen. Ob er dies in der gleichen Kadenz wie bei St. Gallen auch in einer Top-5-Liga fortführen kann, ist fraglich.
FC Thun - Michael Heule
Obwohl die Thuner bislang eine überragende Saison spielen, steht in der Winterpause kein Abgang bevor. Der Vertrag des Eigengewächses Franz Ethan Meichtry wurde genauso verlängert wie der von Torwart Niklas Steffen, um den es zuvor Abgangsgerüchte gab. Somit wäre von den Stammspielern aktuell wohl als Erstes ein Transfer von Michael Heule möglich. Der Aussenverteidiger gehört zu den grössten Aufsteigern der bisherigen Saison. Ein Transfer würde trotzdem überraschen, da Heule erst im Sommer ins Berner Oberland wechselte. Falls jedoch das Szenario eintritt, dass Hadjam YB verlässt, würde Heule wohl auf der Liste der möglichen Nachfolger stehen. Ein Transfer würde für die Berner wohl teuer werden, da die Thuner überhaupt keinen Druck haben, Heule abzugeben. Dieser besitzt nämlich noch einen Vertrag bis Sommer 2028.