Nach dem Tag des offenen Tores in der Vorwoche (2:7 gegen Lok Leipzig) stand diesmal die Null: Herthas U 23 verbuchte in der Regionalliga Nordost am Freitagabend beim 0:0 gegen Rot-Weiß Erfurt einen Teilerfolg - und Keeper Marius Gersbeck holte sich Spielpraxis. Der 30-Jährige hatte sich im Mai wegen anhaltender Schulterprobleme einer Operation unterzogen. Jetzt ist er zurück - mit einem gelungenen Comeback. "Marius Gersbeck", lobte U-23-Coach Rejhan Hasanovic nach dem Erfurt-Spiel, "war mit seiner Ausstrahlung ein super Rückhalt."
Neben Gersbeck kehrt auch Karbownik in den Kader zurück
Geplant ist, dass Gersbeck am Sonntag, wenn Hertha in der 2. Liga beim 1. FC Nürnberg gastiert, im Kader steht. Der Klub reist seit längerer Zeit mit drei Keepern zu den Spielen. Neben Stammtorwart Tjark Ernst und Neuzugang Konstantin Heide, der bereits zuletzt bei den Profis der Back-up war, soll auch Routinier Gersbeck zur Reisegruppe gehören und im Max-Morlock-Stadion auf der Bank sitzen. Ebenfalls vor der Rückkehr in den Kader steht Allrounder Michal Karbownik, der am vergangenen Wochenende in der U 23 gegen Lok Leipzig eine Halbzeit abgespult hatte. Mit dem Polen bekommt Trainer Stefan Leitl eine weitere Option für die Außenverteidiger-Positionen und das zentrale Mittelfeld.
Brooks und Demme sind im Training schon sehr weit
Die Langzeitverletzten John Anthony Brooks (nach Muskelverletzung) und Diego Demme (nach Kopfverletzung) machen bereits große Teile des Mannschaftstrainings mit und sollen spätestens nach der Länderspielpause im Oktober wieder in den Zweitliga-Betrieb eingreifen. Auch bei Paul Seguin (Entzündung der Plantarfaszie) ist die Entwicklung nach Leitls Worten grundsätzlich positiv, wenngleich beim Mittelfeldspieler die Belastung zuletzt wieder etwas reduziert werden musste. Von der Rückkehr der erfahrenen Spieler verspricht sich Leitl sportlich und atmosphärisch viel. "Es ist vor allem für unsere jungen Spieler wichtig, dass Spieler zurückkommen, die mit solchen Situationen umgehen können, die Ratschläge geben können und auch individuelle Qualität einbringen", hatte Leitl in dieser Woche gesagt. "Das schafft Energie und tut uns gut."