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Harders Erfolgsrezept: "Wir machen uns gegenseitig besser"

kicker

Länderspielpausen bringen gerne mal Unruhe in eine Mannschaft. Reisestrapazen, veränderte Taktiken und fehlender Rhythmus fordern ihren Tribut. Nicht jedoch beim FC Bayern München, wie die Mannschaft von Trainer José Barcala im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt (5:0) am vergangenen Sonntag eindrucksvoll bewiesen hat.

"Ich finde, das war wirklich beeindruckend von uns", stellt auch Pernille Harder klar, die gegen Frankfurt das 3:0 beisteuerte. "Normalerweise ist es nach einer Länderspielpause immer etwas schwierig, schnell wieder in den Rhythmus zu kommen und das gewünschte Spielniveau zu erreichen. Aber wir sind von Anfang an gut reingekommen und haben ein wirklich gutes Spiel gemacht. Wir haben im Moment einfach Spaß daran, zusammen zu spielen, haben Spaß auf dem Platz." Das macht sich auch in der Statistik bemerkbar: Der Sieg gegen Frankfurt war für den FCB bereits der elfte in Serie. "Ich denke, viele Spielerinnen sind gerade in einer guten Form. Wir machen uns gegenseitig besser und spielen mit viel Selbstvertrauen", erklärt Harder den aktuellen Erfolg.

Barcalas Ziel: Bloß keine Play-offs

Da der bitteren Pleite im ersten Champions-League-Spiel beim FC Barcelona (1:7) drei Siege folgten, ist den Bayern der Einzug in die Play-offs bereits nicht mehr zu nehmen. Doch die Münchnerinnen wollen mehr. Gewinnt die Barcala-Elf seine beiden in diesem Jahr noch ausstehenden Partien bei Atletico Madrid am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) und zu Hause gegen Valerenga IF (17. Dezember), schließt sie die Ligaphase definitiv unter den Top 4 ab, qualifiziert sich direkt fürs Viertelfinale und überspringt die Play-off-Spiele im Februar. Ein Szenario, das für Barcala "wirklich sehr wichtig" wäre. "Wir wissen, wie es im Kalender aussieht. Wir können uns direkt qualifizieren, aber wir müssen Schritt für Schritt vorgehen."

Immerhin wartet mit Atletico ein Gegner, der zumindest noch theoretische Chancen auf die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale hat. "Es ist ein sehr anspruchsvolles Spiel gegen eine sehr talentierte Mannschaft, die sehr gut trainiert ist und ein klares Konzept hat. Es ist eine Mannschaft, die auch unter Druck sehr gut aus der Abwehr heraus aufbauen kann. Wenn wir uns also für hohes Pressing entscheiden, müssen wir koordiniert und aggressiv vorgehen und alle an einem Strang ziehen", erklärt Barcala.

Das sieht Harder ganz ähnlich: "Ich finde, dass spanische Mannschaften im Spielaufbau wirklich gut sind. Und wie José sagt, müssen wir bei unserem hohen Pressing wirklich gut koordiniert sein. Aber ich denke auch, wenn wir rausgehen und unseren Job machen, wenn wir konzentriert sind, hart arbeiten und unser Spiel spielen, dann haben wir auch eine gute Chance zu gewinnen."

Stanway fällt erneut aus

Für den gebürtigen Spanier Barcala, der am Mittwoch lediglich auf die defensive Mittelfeldspielerin Georgia Stanway (Infekt) verzichten muss, ist es in dieser Champions-League-Phase bereite die zweite Rückkehr in sein Heimatland. "Es ist für mich immer sehr aufregend, nach Spanien zurückzukehren. Ich bin wirklich aufgeregt und freue mich sehr auf das Spiel, das für unsere Qualifikation sehr wichtig ist. Hoffentlich erleben wir eine großartige Atmosphäre und zwei großartige Teams, die wirklich Fußball spielen wollen", sagt der Trainer, um mit Blick auf Barcelona scherzhaft zu ergänzen: "Diesmal hoffentlich mit einem anderen Ergebnis."