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Helm statt Hemd und Krawatte: Tottis Tipps für seine Roma

kicker

Die letzte von drei Meisterschaften der AS Rom liegt schon ewig zurück - genauer gesagt aus der Saison 2000/01, als Rekordmeister Juventus in die Schranken gewiesen worden war. Mit dabei: natürlich Vereinslegende Francesco Totti, der als gebürtiger Römer seine gesamte Profikarriere bei den Giallorossi verbracht hatte (1993 bis 2017).

Und natürlich verfolgt der heute 49-Jährige die Geschicke seines Vereins weiterhin - und zeigt sich nach dem Saisonstart mit fünf Siegen aus sechs Partien (Platz 2 hinter Napoli) absolut zufrieden.

"Es ist ein langer Weg und wir stehen erst am Anfang", sagte der frühere Weltklasse-Mittelfeldmann und Weltmeister von 2006 nun im Interview mit der Gazzetta dello Sport. "Daher sollten wir mit einem zu voreiligen Urteil warten. Wenn sie sieben bis acht Spiele vor Schluss immer noch zu den Topteams gehören, können sie träumen." Totti sei mit der momentanen Leistung (erst zwei Gegentore beim Team von Neu-Coach Gian Piero Gasperini) aber absolut d'accord: "Hoffentlich können sie daran anknüpfen und so weitermachen. Ich kann aber sagen, dass diese Truppe alles hat, um sich zumindest mal für die Champions League zu qualifizieren - was ja auch das Mindestziel des Klubs ist."

"Das wird ein harter Kampf"

Das Mindestziel ganz aktuell ist allerdings das bevorstehende Topspiel gegen Inter Mailand (Samstag, 20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) im Optimalfall mit einem Sieg oder wenigstens mit einem Punkt zu bestreiten, schließlich stellt das Ganze einen ersten richtigen Gradmesser in dieser Serie-A-Spielzeit dar. Andere große Gegner wie Neapel, Milan, Juventus oder Atalanta folgen erst noch.

Totti kennt sich dabei wenig verwunderlich aus und hat eine klare Idee, auf was es gerade in solchen Hits wie gegen den FC Internazionale ankommt. Sein Gedankengang: "Ich habe dieses Spiel schon so oft gespielt und weiß genau, was dieses Spiel bedeutet - besonders in Momenten wie diesen, in dem Roma mit an der Tabellenspitze steht. Das ist eines der Spiele, in denen man kein Hemd und keine Krawatte braucht, sondern einen Helm. Inter ist zwar vielleicht das eleganteste Team der Serie A, aber das wird ein harter Kampf."

"Bryan gibt einem immer das gewisse Extra"

Ein Schlüsselspieler neben der erwarteten Rückkehr von Paulo Dybala nach Verletzungsproblemen, der in Tottis Augen wie sein argentinischer Landsmann und Inter-Kapitän Lautaro Martinez ein Spiel allein entscheiden kann, sei dabei Bryan Cristante.

"Wie ich schon gesagt habe, wird es ein harter Kampf - und wenn man schon mit Helm auflaufen muss, sind die Mittelfeldspieler entscheidend. Hier ist Cristante jemand, auf den man sich immer verlassen kann. Daniele De Rossi (Tottis langjähriger Mitspieler und Ex-Roma-Coach; Anm. d. Red.) hatte recht, als er sagte, die Roma sollte immer jemanden wie ihn haben." Warum? "Er verfügt über Fußballintelligenz und wird immer gern unterschätzt, aber seine Präsenz auf dem Spielfeld ist spürbar. Bryan gibt einem immer das gewisse Extra und hält sich im Zweikampf nie zurück."