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Hendriks, der Gewinner unter den VfB-Siegern

kicker

Dass Badredine Bouanani für Tiago Tomas in die Mannschaft rückte, war eine Überraschung. Eine kleine, aber nicht wirklich erwähnenswerte. Dass aber sein Name zum Auftakt in die Europa-League-Saison gegen Celta Vigo in der Stuttgarter Startaufstellung fehlte, ließ viele dann doch erstaunt zurück. Auf den ersten Blick. Denn der Stellvertreter von "Abwehr-Jeff" Chabot, Ramon Hendriks, hatte durchaus seine Einsatzberechtigung.

Celta Vigos Stürmer bleiben ohne Wirkung

Der Niederländer verfügt über reichlich Tempo, reichlich mehr als sein Verteidigerkollege Chabot. Eine Qualität, die besonders gegen die Spanier gefragt war, und die der 24-Jährige auch ausgespielt hat. "Das Spiel, das war die Hoffnung", erzählt Sebastian Hoeneß, "war auf ihn zugeschnitten. Er hat viel in die gegnerische Hälfte hinein verteidigt, musste aber auch viel in der eigenen Hälfte, in großen Räumen verteidigen."

Gegen zwei völlig unterschiedliche Stürmertypen. Vor der Pause gegen Ferran Jutgla, nach dem Wechsel gegen Borja Iglesias. Erst 26 Jahre, 1,76 m und 77 kg, danach 32 Jahre, 1,87 m und 85 kg Angriffslust. "Er hat es gegen den etwas kleineren, agileren Jutgla, schon gut gemacht. Und später gegen Iglesias, der eine ganz andere Statur hatte, auch", sagt der Cheftrainer, der Hendriks alles in allem "eine Topleistung" attestiert.

„Ramon hat ein nahezu perfektes Spiel gemacht."“ (VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß)

Überhaupt genießt der niederländische U-17-Europameister von 2018 große Wertschätzung. "Ramon ist ein Spieler mit einer überragenden Mentalität, der immer da ist, wenn er gebraucht wird, der sehr gut verteidigen kann. Er ist ein Spieler, der uns richtig gut tut in seiner ganzen Erscheinung", sagt Hoeneß über den Ergänzungsverteidiger, der gegen Vigo extrem aufmerksam und fokussiert agierte, überall zu finden war, und bei jeder Gelegenheit mit einem Bein oder einem Fuß die spanischen Aktionen durchkreuzte. "Ramon hat ein nahezu perfektes Spiel gemacht."

Der drohende Ausfall von Finn Jeltsch, der wegen einer Adduktorenverletzung frühzeitig vom Platz musste, könnte Hendriks jetzt die Chance bieten, auch am Sonntag in Köln wieder zu starten. Neben Chabot, dessen Einsatz gegen seinen Ex-Klub nicht infrage stehen dürfte. Einziges Manko: Hendriks ist, wie der Deutsch-Franzose, Linksfüßer. Sollte Hoeneß für die Jeltsch-Rolle rechts im Zentrum auf einen Rechtsfüßer im Sinn haben, käme Luca Jaquez ins Spiel.

Jaquez bekam neben Hendriks kaum etwas zu tun

Der Schweizer, der zuletzt wegen eines Nasenbeinbruchs ausgefallen war und jetzt mit Gesichtsmaske spielt, wurde gegen die Galizier eingewechselt und kam zu einem Einsatz ohne größeres Aufmerksamkeitspotenzial. Der Winterneuzugang aus Luzern bekam neben Hendriks schlicht und einfach kaum etwas zu tun.