Temperaturen von fast 40 Grad Celsius, dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit - das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Atletico Madrid bei der FIFA Klub-WM wurde zu einer echten Hitzeschlacht. Und nicht nur die Partie im kalifornischen Pasadena nahe Los Angeles dürfte für derartige Schlagzeilen sorgen.
Atletico-Profi Marcos Llorente brachte die Bedingungen mit drastischen Worten zum Ausdruck. "Es war eine fürchterliche Hitze. Meine Zehennägel taten weh, ich konnte nicht bremsen und nicht laufen. Es ist unglaublich gewesen", sagte er und sah sogar eine "Gefahr für die Spielqualität und das Wohlergehen der Spieler".
Die Partie fand Ortszeit um 12:00 Uhr mittags statt, um für die Zuschauer in Europa eine Anstoßzeit zur Primetime zu ermöglichen. Doch diese Rechnung forderte ihren Tribut in Form von völlig erschöpften Spielern. Auch PSG-Trainer Luis Enrique erkannte die Problematik, trotz des 4:0-Sieges seines Teams.
"Das Spiel wurde eindeutig von der Temperatur beeinflusst. Der Zeitpunkt ist für das europäische Publikum ideal, aber die Mannschaften leiden darunter", stellte der Spanier klar: "Es ist unmöglich, in dieser Hitze 90 Minuten lang auf sehr hohem Niveau zu spielen."
Zwar nicht in Kalifornien, aber ebenfalls in einer klimatisch herausfordernden Umgebung bestreitet am Mittwoch Real Madrid sein Auftaktspiel. Der spanische Topklub muss Ortszeit um 15:00 Uhr in Miami gegen den saudischen Meister Al-Hilal ran - und damit auch noch gegen einen Gegner, der Hitze deutlich mehr gewohnt ist.
"Es ist sehr heiß. Das Spiel findet um 15:00 Uhr statt und wir müssen vorbereitet sein, denn es wird sehr hart werden", gab Vinicius Jr. bereits Tage vor dem Spiel eine wenig gewagte Prognose ab. Für Real stehen danach weitere Gruppenspiele in Charlotte und in Philadelphia auf dem Programm, also in kühleren Regionen.
Für Stadtrivale Atletico jedoch droht zum Abschluss der Gruppenphase eine erneute Hitzeschlacht. Das letzte Gruppenspiel gegen Botafogo findet wieder 12:00 Uhr mittags in Pasadena statt. Immerhin können sich die Rojiblancos zwischendurch etwas abkühlen - Spiel zwei gegen die Seattle Sounders steigt eben dort, in Seattle.