Fehlercode: %{errorCode}

Hoffenheims Pechvogel Gendrey

kicker

Es hatte verheißungsvoll begonnen. Im ersten Jahr nach seinem Transfer vom italienischen Erstligisten Lecce für knapp zehn Millionen Euro hatte sich Valentin Gendrey seinen Platz im Team erkämpft und bis zum ersten Einschnitt 22 Einsätze (1 Tor) in der Bundesliga, fünf in der Europa League und einen im Pokal verbucht. Auch eine Adduktorenverletzung hatte ihn zwar gut einen Monat gekostet, aber nicht nachhaltig aus der Bahn geworfen. Doch am 30. Spieltag brach sich der Franzose im Spiel in Freiburg (2:3) das Schlüsselbein. Gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Saison-Aus.

Der noch viel heftigere zweite Rückschlag ereilte den 25-Jährigen dann in der folgenden Sommervorbereitung auf die laufende Spielzeit. Da zog sich Gendrey im Training eine Fraktur des rechten Knöchels zu. Erst danach hatte die TSG deswegen den seinerzeit vertragslosen Routinier Vladimir Coufal verpflichtet.

Erstes Saisontor ausgerechnet gegen Freiburg

Naturgemäß dauerte es rund fünf Monate, ehe der Rechtsverteidiger wieder eingreifen konnte, sein Comeback Mitte Dezember feierte und danach vorsichtig mit Kurzeinsätzen weiter herangeführt wurde. Irgendwie schien sich auch der Kreis geschlossen zu haben, als Gendrey ausgerechnet beim 3:0-Sieg gegen die Freiburger, gegen die im vergangenen April die Leidenszeit begonnen hatte, sein erstes Saisontor gelang.

Doch am vergangenen Dienstag schlug das Schicksal erneut zu, im Training zog sich der Franzose ohne gegnerische Einwirkung erneut eine schwere Sprunggelenksverletzung zu. Wie der kicker erfuhr, handelt es sich dabei erneut um einen Bruch nicht exakt an derselben Stelle, aber im Bereich des zuvor bereits betroffenen Knöchels. Die dritte Fraktur innerhalb eines Jahres.

Zwei Vertragsjahre bleiben Gendrey noch

Und wieder muss Gendrey die Saison vorzeitig abhaken und körperlich, vor allem aber mental die erneute Zwangspause verkraften. Mittlerweile wurde Hoffenheims Nummer 15 bereits erfolgreich operiert. "Das ist natürlich extrem bitter für Valle. Gerade nachdem er zuletzt immer besser in Form kam, muss er nun erneut diesen herben Rückschlag verkraften", bedauerte Sportgeschäftsführer Andreas Schicker den erneuten Unfall, "wir werden auf jeden Fall fest an seiner Seite stehen und ihm jegliche Unterstützung zukommen lassen, die er benötigt."

Bis zum Start der neuen Saison dürfte auch genügend Zeit zur Reha und vollständigen Wiederherstellung sein. Dann bleibt für Gendrey zu hoffen, dass die TSG an einem weiteren Wettbewerb teilnehmen darf und dass er die noch verbleibenden beiden Vertragsjahre verletzungsfrei bleibt.