Der FC Winterthur lebt noch. Dank des Treffers von Andrin Hunziker sicherten sich die Eulachstädter drei überlebenswichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. "Unglaublich, einfach unglaublich", sprudelte es aus Matchwinner Andrin Hunziker direkt nach Abpfiff am Mikrofon von blue Sport heraus. Für Hunziker waren die drei Punkte die verdiente Belohnung für die Anhänger: "Das ist das Beste, was wir machen konnten, um unseren Fans nach der schwierigen Phase etwas zurückzugeben".
Ruck durch die Mannschaft nach FCZ-Tor
Dabei sah es zwischenzeitlich danach aus, als würde die Partie den Winterthurern entgleiten. Nach dem Ausgleich durch Lausanne verlor das Team von der Schützenwiese den Zugriff. "Wir haben nach der Pause den Rhythmus verloren und den Faden etwas verloren", gab Hunziker offen zu.
Die Wende brachte jedoch nicht nur die eigene Moral, sondern auch die Nachricht aus dem Letzigrund, wo der FC Zürich gegen den direkten Konkurrenten GC in Führung ging. Der 23-Jährige hörte die Nachricht rund zehn Minuten vor seinem eigenen Treffer: "Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich mich ab einem Zürich-Tor freue", so der Basler in Diensten des FCW.
Nach diesem Tor sei "noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft" gegangen. "Wir wussten, wir müssen das jetzt packen", so Hunziker. Der Druck sei über die gesamte Spielzeit enorm gewesen, da man die Bedeutung der Partie für den weiteren Saisonverlauf kannte.
Kampfansage Richtung GC
Mit diesem Erfolg im Rücken blickt der Stürmer nun kampfbereit auf das nächste Highlight. Am kommenden Dienstag wartet das direkte Duell gegen die Grasshoppers. Hunziker macht keinen Hehl aus der Bedeutung dieser Begegnung: "Das wird ein Riesenfinale. Das müssen wir unbedingt packen".
Die Marschrichtung für den Saisonendspurt ist klar: Der FC Winterthur will den Schwung mitnehmen, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern. "Mit dieser Energie und dem Sieg im Rücken können wir die letzten zwei Spiele nur gewinnen. GC weiss jetzt auch: Wir kommen mit viel Selbstvertrauen und sind bereit", schickte Hunziker eine deutliche Kampfansage Richtung Niederhasli.