Heimspiel für Ousmane Dembelé. Im Theatre du Chatelet zu Paris, wo jährlich die Zeremonie rund um die Verleihung des Ballon d'Or stattfindet, lief der 28-Jährige als Favorit auf die goldene Trophäe ein. Mit seinem Klub Paris Saint-Germain hatte Dembelé in der abgelaufenen Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gab - mit Ausnahme der neuen Klub-WM in den USA, wo PSG im Finale dem FC Chelsea unterlag.
PSG wurde souverän mit 19 Punkten Vorsprung Meister in der Ligue 1, französischer Supercup- und Pokalsieger und holte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League - das 5:0 über Inter Mailand war der höchste Finalsieg der Geschichte.
Dembelé blieb im Endspiel in München zwar torlos, legte aber zwei Treffer vor und erhielt für seine Performance damals die kicker-Note 1,5, auch wegen seiner erneut herausragenden Arbeit gegen den Ball. Tore schoss der französische Nationalspieler und ehemalige Dortmunder ohnehin genug, 2024/25 war der beidfüßige Angreifer in insgesamt 53 Spielen 35-mal erfolgreich.
Nur drei PSG-Profis bei der Verleihung
Nach dieser Fabel-Saison war aber natürlich nicht nur Dembelé für den Ballon d'Or nominiert, acht der 30 aufgelisteten Spieler stehen aktuell im Kader von PSG. Fünf der acht Profis schafften es in die Top 10.
Teil der Zeremonie am Montagabend waren jedoch nur Dembelé, Joao Neves und Desiré Doué, da Nuno Mendes, Achraf Hakimi, Vitinha, Fabian und Kvicha Kvaratskhelia gleichzeitig auf dem Platz standen. Der für Sonntagabend angesetzte "Classique" zwischen Olympique Marseille und PSG war wegen Unwetters auf Montagabend verschoben worden - der Favorit stolperte überraschend. Da Dembelé, Joao Neves und Doué aktuell aber angeschlagen sind, konnten sie der Verleihung beiwohnen.
Dembelé, der erstmals in seiner Karriere den Ballon d'Or gewann und im Saal frenetisch gefeiert wurde, ist Nachfolger von Rodri. Der Spanier, der beinahe die gesamte letzte Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, hatte sich im vergangenen Jahr gegen Real Madrids Vinicius Junior durchgesetzt. Der Brasilianer wurde diesmal lediglich 16.
Dembelés engster Konkurrent um den Ballon d'Or war Barcelonas Lamine Yamal, der ebenfalls eine fantastische Saison hinter sich hat, mit den Katalanen das Champions-League-Finale aber verpasste. Auch mit Blick auf die Zahlen konnte der erst 18-Jährige, der zum jüngsten Sieger der Geschichte geworden wäre, nicht ganz mit Dembelé mithalten (18 Tore in 55 Spielen).