Die Auslosung zur 1. Runde des DFB-Pokals hat eine besondere Partie ergeben. Eintracht Norderstedt, Sieger des Landespokals Hamburg, zog das Los FC St. Pauli - ein kleines Derby, wenn man so will. Norderstedt ist ein Vorort Hamburgs, seit 13 Jahren spielt die Eintracht in der Regionalliga Nord. Viermal nahm Norderstedt bereits am DFB-Pokal teil, zuletzt 2021/22, als man in der 1. Runde an Hannover scheiterte.
Damals stieg die Partie im heimischen Edmund-Plambeck-Stadion, diesmal zieht die Eintracht jedoch um. Sowohl Norderstedt als auch die Kiezkicker äußerten direkt nach der Auslosung den Wunsch, das Duell am Millerntor auszutragen. Darauf haben sich beide Klubs nun verständigt.
"Wir freuen uns auf eine stimmungsvolle Partie in unserem Stadion", sagt Wilken Engelbracht, Kaufmännischer Geschäftsleiter des FC St. Pauli. Man kann von einem Geben und Nehmen sprechen, schließlich trägt die U 23 des FCSP ihre Heimspiele in Norderstedt aus. Daher sei es "nur folgerichtig, dass die Eintracht nun am Millerntor spielen kann. Wir danken Norderstedt für den konstruktiven Austausch".
Größtes Spiel in der Vereinsgeschichte Norderstedts
Für die Eintracht soll die Partie am Samstag, den 16. August (15.30 Uhr), das größte Spiel der 80-jährigen Vereinsgeschichte werden - inklusive der Vorgängervereine Eintracht Garstedt und 1. SC Norderstedt. Der bisherige Zuschauer-Rekord stammt aus dem Jahr 1993, als in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga beim TSV 1860 München rund 18.000 Menschen vor Ort waren.
"Wir hatten sehr angenehme und lösungsorientierte Gespräche", erklärt Norderstedts Präsidentin Julia Karsten-Plambeck in einer Vereinsmitteilung. "Beide Seiten hatten sehr großes Interesse daran, dieses Spiel in Norderstedt oder Hamburg auszutragen."
Norderstedt-Fans nutzen Haupt- und Nordtribüne
Frühzeitig hatte Norderstedt für den DFB-Pokal neben dem Edmund-Plambeck-Stadion auch das Millerntor als mögliche Spielstätte angegeben, was den "Stadionwechsel" nun möglich machte. Geplant ist, dass die Fans von Norderstedt die Haupt- und Nordtribüne nutzen werden.