10. Djibril Sow (Sevilla FC/ESP): 27.50 Mio. €
Keinen Wechsel vollzogen hat Djibril Sow in diesem Sommer und entsprechend ist der 28-jährige Mittelfeldspieler in der Rangliste nach hinten gereicht worden. Mittlerweile ist er in seine dritte Saison mit dem Sevilla FC gestartet, wirklich schwungvoll ist er aber nicht in die Gänge gekommen. Eine Oberschenkelverletzung macht dem Mittelfeldspieler seit dem Einsatz zum Saisonbeginn zu schaffen. Die Länderspielpause kam ihm gerade recht, so stand Sow am Freitag nach zwei verpassten Partien wieder im Aufgebot, eingesetzt wurde er aber noch nicht. Die hier aufgeführten 27.5 Millionen Euro sind in seinem Fall durch vier Transfers zusammengekommen. Die 14 Millionen Euro, die Frankfurt 2019 an den BSC Young Boys überwiesen haben, sind bislang der höchste Betrag.
9. Valon Behrami (-): 33.80 Mio. €
Gökhan Inler ist in dieser Rangliste mittlerweile auf Rang zwölf abgerutscht, Admir Mehmedi steht an 13. Position. Damit ist Valon Behrami der einzige in den Top Ten, der seine Karriere bereits beendet hat. Mittlerweile ist der ehemalige Mittelfeldpuncher bei Watford als Assistent der sportlichen Leitung angestellt. Im Fall von Behrami war es nicht die eine grosse Ablösesumme, sondern viele kleinere Beträge, die am Ende für eine Gesamtsumme von 33.8 Millionen Euro gesorgt haben.
Am tiefsten in die Tasche gegriffen hat die SSC Napoli, sie bezahlten der AC Florenz acht Millionen Euro für den Schweizer. West Ham United legte 6.3 Millionen Euro aus, der Hamburger SV und Lazio Rom nahmen je sechs Millionen Euro in die Hand. Der Gesamtbetrag dürfte sogar noch marginal höher sein, denn es ist nicht bekannt, wie die Ablösemodalitäten beim Wechsel von Udinese Calcio zum FC Sion ausgesehen haben.
8. Ardon Jashari (AC Milan/ITA): 42.00 Mio. €
Der grosse Aufsteiger dieses Sommers ist natürlich Ardon Jashari mit seinem Wechsel zur AC Milan. Vor einem Jahr avancierte er noch zum damaligen Rekordverkauf des FC Luzern mit einem Wechsel für sechs Millionen Euro zum Club Brugge. Der belgische Meister und Jasharis neuer Club haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine Ablösesumme von 36 Millionen Euro geeinigt. Sein neues Engagement steht bislang aber unter keinem guten Stern. Nach zwei Kurzeinsätzen für die Rossoneri verletzte sich Jashari im Training mit den Mailändern, ein Wadenbeinbruch zwingt ihn dazu, einen grossen Teil der ersten Saisonhälfte auszusetzen. Jasharis Marktwert wird von Transfermarkt mittlerweile auf 32 Millionen Euro geschätzt, in jenem Ranking liegt der Mittelfeldspieler an dritter Stelle unter allen Schweizern.
7. Manuel Akanji (Inter Mailand/ITA): 43.20 Mio. €
Am Deadline Day, also zu Beginn des Zusammenzugs mit dem Nationalteam, vollzog Manuel Akanji noch einen Wechsel. Nach drei Jahren und 136 Einsätzen bei Manchester City war die Zeit für den Abschied gekommen, weil der Schweizer Innenverteidiger zuletzt schlicht zu wenig Spielzeit erhalten hatte. Per Leihe für eine Gebühr von einer Million Euro hat sich Inter Mailand die Dienste von Akanji gesichert. Eine Kaufoption von 15 Millionen Euro sollen die beiden Clubs vereinbart haben, wonach diese bei gewissem sportlichen Erfolg sich automatisch in eine Kaufpflicht umwandeln könnte. Es wäre dann Akanjis drittteuerster Transfer der Karriere. Borussia Dortmund überwies 2018 mit 21.50 Millionen Euro eine stolze Summe nach Basel. Man City zahlte viereinhalb Jahre später 20 Millionen Euro für den Abwehrspieler.
6. Denis Zakaria (AS Monaco/FRA): 46.75 Mio. €
Finanziell lukrative Angebote aus Saudi-Arabien soll Denis Zakaria ausgeschlagen und sich somit für einen Verblieb bei der AS Monaco starkgemacht haben. Seit zwei Jahren spielt er nun schon für den Club aus dem Stadtstaat. Der Ligue-1-Club machte 20 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler locker, der 2023 von Juventus Turin kam. Schon bei seinem ersten Schritt ins Ausland wurde für Zakaria die erste zweistellige Millionenablöse fällig, Borussia Mönchengladbach überwies insgesamt zwölf Millionen Euro nach Bern. Finanziellen Gewinn machte die Borussia mit dem Mittelfeldspieler nicht, nach 146 Einsätzen für die Fohlen wechselte er für 11.35 Millionen Euro zu Juventus Turin. Gladbach ist bislang aber die Mannschaft, für die Zakaria am meisten Einsätze bestritten hat.
5. Noah Okafor (Leeds United/ENG): 47.20 Mio. €
Mit seinem vierten Vereinswechsel machte Noah Okafor vor wenigen Tagen in diesem Ranking abermals einen Schritt nach oben. Der Premier-League-Aufsteiger Leeds United lockte den Flügelspieler auf die Insel. Am Samstagabend lief er in der Liga erstmals als Teil der Startformation auf. Vor dem Länderspielzusammenzug durfte er schon im EFL Cup von Beginn an ran. Für Okafor sind viel Spielzeit und starke Auftritte essentiell, wenn es darum geht, sich wieder ins Nationalteam zu kämpfen. Bislang steht der Flügelstürmer bei 24 Einsätzen für die Schweiz, seit letztem November ist er aber von Murat Yakin nicht mehr berücksichtigt worden. Sein Transfer zu Leeds United war übrigens der ertragreichste seiner bisherigen Karriere: 19 Millionen Euro flossen in die Kasse der AC Milan.
4. Dan Ndoye (Nottingham Forest/ENG): 60.45 Mio. €
Und es folgt gleich noch ein Flügelspieler, der aus der Serie A in die Premier League gewechselt hat. Dan Ndoye ist damit aber unter anderem auch an Noah Okafor vorbeigezogen. Schon im Januar 2020 wechselte er vom FC Lausanne-Sport zum OGC Nice und damit erstmals ins Ausland. Erst mit der Rückkehr in die Schweiz zum FC Basel konnte Ndoye seine Karriere aber so richtig in Schwung bringen. Beim Bologna FC bewies er während zwei Jahren dann seine Qualitäten als Stammkraft in einer der europäischen Top-Ligen. So klopfte in diesem Sommer Nottingham Forest in Bologna an. 42 Millionen Euro liess der Europa-League-Teilnehmer sich die Dienste des Schweizer Rechtsaussens kosten. In den ersten vier Einsätzen sind Ndoye je ein Tor und ein Assist gelungen.
3. Breel Embolo (Stade Rennais/FRA): 63.00 Mio. €
Mit einem Transfer am Deadline Day hat sich Breel Embolo dann doch noch vor Dan Ndoye gehalten und somit seinen Platz auf dem Treppchen behauptet. Nach drei Jahren bei der AS Monaco zeichnete sich in diesem Sommer ab, dass der Stürmer eine Luftveränderung notwendig hat. Am letzten Tag des Sommertransferfensters sicherte sich Stade Rennais dann Embolos Dienste.
Der bretonische Club hofft bestimmt, dass Embolo seine Nati-Form nun auch mit in den Verein trägt. Für die Schweiz hat der 28-Jährige in den letzten fünf aufeinanderfolgenden Spielen getroffen. Im Rahmen der WM-Qualifikation liess er sich kürzlich gegen den Kosovo als Doppeltorschütze und auch gegen Slowenien für das Tor zum 2:0 feiern. 13 Millionen Euro hat Rennais an den Ligakonkurrenten für Embolo bezahlen müssen. Unerreicht bleiben damit die 26.5 Millionen Euro, die einst der FC Schalke 04 für den Offensivmann in die Hand genommen hat.
2. Xherdan Shaqiri (FC Basel 1893): 71.50 Mio. €
Es werden wohl bis zum Ende seiner Karriere die 71.50 Millionen Euro bleiben, die an Transfersummen für die Dienste von Xherdan Shaqiri hin und her geschoben wurden. "Shaq" wäre ganz bestimmt auf eine deutlich höhere Summe kommen, hätte er einem späteren Jahrgang angehört. Als er 2012 den FC Basel in Richtung Bayern München für eine Ablösesumme von 11.8 Millionen Euro verlassen hat, war das der damalige Rekordverkauf des FC Basel. Mittlerweile steht Shaqiri beim FCB nur noch an 13. Position des Rankings, seine Qualität damals als 20-Jähriger war allerdings mit allen vor ihm klassierten Akteuren mindestens ebenbürtig.
Nichtsdestotrotz war Shaqiri in dieser Ranglist lange der Schweizer, der die grössten kumulierten Transfererlöse generiert hatte. Das hat sich nun in diesem Sommer geändert. Der Zauberfuss dürfte wohl seine Karriere in Basel ausklingen lassen. Bis zum Ende sollen dann aber nach dem Double in diesem Sommer noch weitere Titel hinzukommen, wozu er als absoluter Leistungsträger einiges beizutragen hat. So wird sich Shaqiri zumindest in diesem Ranking nicht mehr weiter nach vorne orientieren.
1. Granit Xhaka (AFC Sunderland/ENG): 83.50 Mio. €
Shaqiri hat ausgerechnet jener Spieler die Spitzenposition streitig gemacht, mit dem er die meisten gemeinsamen Partien bestritten hat. 157 Mal standen Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka schon gemeinsam auf dem Rasen und wer weiss, vielleicht kommen dann tatsächlich irgendwann noch ein paar weitere gemeinsame Spiele in Rot-Blau hinzu. Vorerst hat Xhaka aber einen Dreijahresvertrag beim AFC Sunderland unterschrieben. Als Leaderfigur führt er den Premier-League-Aufsteiger sogleich als Captain auf den Rasen. Zwar war Xhakas Abgang ein weiterer substantieller Rückschlag für Bayer Leverkusen, zumindest finanziell hat sich der Verkauf allerdings gelohnt. Mit 15 Millionen Euro erhielt Leverkusen für den 32-Jährigen dieselbe Summe zurück, die zwei Jahre zuvor für den Wechsel von Arsenal in die Bundesliga fällig geworden sind.