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Jensen bester Berliner beim Brooks-Comeback

kicker

Den Hauptkritikpunkt brachte Trainer Stefan Leitl gleich im ersten Satz seiner Analyse an: "Wir müssen einfach mehr Tore machen." In der Tat: Gegen den letztjährigen Oberliga-Absteiger Ludwigsfelder FC ließ Hertha BSC am Samstag etliche hochkarätige Möglichkeiten aus. Vor der Pause verpassten Michael Cuisance (2., Pfosten), Sebastian Grönning (14./31./42.) und Michal Karbownik (22., Latte) vor etwa 3000 Zuschauern im Ludwigsfelder Waldstadion die Führung für den Zweitligisten.

Leitl hatte in Stürmer Grönning und Mittelfeldspieler Paul Seguin, der auf der Sechs agierte, zwei Neuzugänge in die Startelf gestellt. Zudem begann auf der rechten Schiene der in der Vorsaison an Drittligist Rot-Weiss Essen verliehene Rückkehrer Julian Eitschberger. Hertha war klar überlegen, ließ neben der Effizienz im Abschluss bisweilen aber auch Genauigkeit im Aufbau vermissen. Für den couragierten Außenseiter setzten speziell Yasin Dag und Lennard Quanz mehrfach Nadelstiche.

Leitl lobt Jensen: "Ein sehr intelligenter Spieler"

Zur Pause wechselte Leitl komplett durch, danach klärten die Berliner die Fronten. Leon Jensen besorgte nach kurzer Ablage von Fabian Reese aus etwa 18 Metern und halbrechter Position ins rechte untere Eck (54.) die Führung. Reese, in der zweiten Halbzeit Kapitän, traf zunächst aus Abseitsposition, legte dann gleich doppelt nach und schraubte das Resultat auf 3:0 (77., 87.) - zunächst nach feinem Pass in die Tiefe von Kevin Sessa, beim 3:0 nach Jensens Vorarbeit. Der vom Karlsruher SC zu Hertha BSC zurückgekehrte Mittelfeldspieler war nicht nur wegen seines Tores und seines Assists sehr präsent und in Summe auffälligster Berliner. "Super", lobte Leitl nach dem Spiel. "Leon ist ein sehr intelligenter Spieler, der sich gut zwischen den Linien bewegt und insgesamt einen guten Eindruck macht."

Brooks: Nach fast einem Jahr Zwangspause zurück

Positiv für Hertha: Nach etwas mehr als 70 Minuten kam Innenverteidiger John Anthony Brooks, der Tim Hoffmann als Mittelmann der Dreierkette ablöste, zu seinem Comeback. Der Ex-US-Nationalspieler, im Vorsommer nach sieben Jahren in der Fremde (Wolfsburg, Benfica Lissabon, Hoffenheim) zu Hertha BSC zurückgekehrt, hatte wegen einer Anfang September erlittenen schweren Sprunggelenkverletzung die komplette vergangene Saison verpasst. Jetzt ist er wieder an Bord. "Für mich war wichtig, dass er etwa 20 Minuten gespielt hat", sagte Leitl. "Das Feedback war gut von ihm. Ich hoffe, dass wir das Pensum nächste Woche steigern können."

In der zweiten Halbzeit kam neben Jensen in Abwehrspieler Niklas Kolbe auch der vierte Neuzugang zum Zug. Nicht dabei waren die Keeper Tjark Ernst (U-21-EM) und Marius Gersbeck (Schulter-OP) sowie Deyovaisio Zeefuik (Wadenverletzung), Luca Schuler (Hüftverletzung) und Top-Talent Kennet Eichhorn (wird Ende Juli 16 und ist erst dann spielberechtigt). Das zweite Testspiel bestreitet Leitls Team am kommenden Samstag beim Regionalligisten BFC Dynamo (17 Uhr, Sportforum Hohenschönhausen).

Hertha/1. HZ: Goller - Gechter, Leistner, M. Dardai - Eitschberger, Seguin, Karbownik - Cuisance, Ajvazi - Thorsteinsson, Grönning

Hertha/2. HZ: Smarsch - Klemens, Hoffmann (72. Brooks), Kolbe - Mamuzah Lum, Demme, Winkler - Sessa, Jensen - P. Dardai, Reese