Vergangene Saison war Sergio Lopez auf der rechten Abwehrseite des SV Darmstadt 98 gesetzt. Diese Saison bestritt der Spanier jedoch wegen Rückenbeschwerden noch kein Pflichtspiel. Nun hat Lopez eine gute Woche wieder voll trainiert und steht für das Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern zur Verfügung.
Trainer Florian Kohfeldt hat damit neue Optionen. Im vergangenen Spiel gegen Hertha BSC hatte der etatmäßige zentrale Mittelfeldspieler Merveille Papela auf der rechten Abwehrseite ausgeholfen und das recht solide gemacht. Ob er dieses Experiment nochmals wiederholen wird, ist jedoch fraglich.
Dreierkette von Beginn als Option
Wahrscheinlicher wäre dagegen, dass der Trainer zu Beginn eine Dreierkette aufstellt. Auf diese hatte Kohfeldt in der letzten halben Stunde der Partie gegen Berlin (0:0) umgestellt, woraufhin sich seine Mannschaft ein Chancenplus erspielte.
Dass die Lilien am 4. Spieltag auf ihren Ex-Trainer Torsten Lieberknecht treffen, ist eher unspektakulär, erhält aber durch den Zeitpunkt des Aufeinandertreffens eine pikante Note. Denn genau vor einem Jahr hatte Lieberknecht nach einem schwachen Start und einem 0:4 gegen die SV Elversberg nach dem 4. Spieltag in Darmstadt hingeschmissen.
Wie die Lilien von der Stimmung am Betze profitieren können
Für Kohfeldt sind die Spiele in Kaiserslautern immer etwas ganz Besonders. Der Betzenberg sei eines der stimmungsvollsten Stadien in Deutschland. Sein Team dürfe sich von dieser Atmosphäre jedoch nicht anstecken lassen. Womöglich könne die Stimmung sogar ein Vorteil für sein Team werden, sagte der Lilien-Coach.
Die Lage des Stadions auf dem Berg, die durchgängigen Tribünen oder auch die Fahrt mit dem gläsernen Aufzug durch den VIP-Bereich in die Umkleidekabinen - all das seien Dinge, die das Fritz-Walter-Stadion sehr speziell und Spiele dort so besonders machten.
Grundsätzlich könne das Stadion sehr viel Druck verursachen, allerdings nicht nur auf den Gegner, sondern auch auf die Heimmannschaft. An guten Tagen sei das ein Riesenvorteil für den FCK, der die Kraft des Stadions dann voll ausnutze. Aber das Publikum fordere dort auch sehr viel Energie auf dem Platz von seinem Team ein.
"Extrem offensiv" und "sehr aggressiv"
In dieser Saison habe der FCK auswärts und zu Hause bislang zwei Gesichter gezeigt. Am Betzenberg sei das Team "extrem offensiv" und "sehr aggressiv" aufgetreten. "Wir müssen diesem Stress, den sie versuchen zu verursachen, entgehen", sagte er und fügte an: "Dann gibt es mit Sicherheit immer mal wieder Möglichkeiten, mit Gegenbewegungen für uns zu arbeiten."