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Karius: "Zu null? Das macht süchtig!"

kicker

Mit einem Sieg bei Eintracht Braunschweig im Hinrundenfinale am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) würde der FC Schalke 04 einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum Aufstieg legen, aktuell steht der vorzeitige Herbstmeister bei 37 Zählern und damit nur einem weniger als in der kompletten Vorsaison. "40 Punkte nach der Hinrunde wären sensationell", sagt Loris Karius. "Es würde mir nochmal deutlich mehr bedeuten" - als die Herbstmeisterschaft, die er in herausragendem Maße mitzuverantworten hat.

Beste Werte im deutschen Profifußball

Mit dem 32-Jährigen im Tor hat Schalke schon neunmal zu null gespielt, insgesamt kommen die Gelsenkirchener gerade einmal auf acht Gegentore. Gemessen daran - und an seinem Schnitt von 0,5 pro Partie - ist Karius im gesamten deutschen Profifußball mit Abstand der Torhüter, der am seltensten bezwungen wird.

Keeper wie Dortmunds Gregor Kobel (12 Gegentore, 0,86 im Schnitt) und Bayerns Weltmeister Manuel Neuer stehen hintenan (11/0,92). Zurückzuführen ist Karius’ famose Bilanz auch auf seine eigene Paradenquote. Auch hier ist er mit Blick auf die 1., 2. und 3. Liga absolute Spitze.

78,4 Prozent aller Bälle kann Karius entschärfen, es folgen Tjark Ernst (77,9) und Timo Horn (76,2) von Schalkes ersten beiden Rückrunden-Auswärtsgegnern Hertha BSC und VfL Bochum.

Prunkstück des Pottklubs ist seit Saisonbeginn die extreme Defensivstabilität, Karius nennt sie "unser Fundament, auf dem alles aufbaut. Sie ist wichtig für unser Spiel, weil wir häufig nur ein Tor schießen. Da muss man die Null halten, um zu gewinnen."

In der neuen Folge des Podcasts "kicker meets DAZN" macht Karius kein Geheimnis daraus, dass ihn die bisherige Null-Gegentore-Bilanz von Woche zu Woche mehr anspornt: "Das macht süchtig!"

Platz 1 nicht mehr hergeben

Münden soll die beeindruckende Entwicklung des Fast-Absteigers der beiden Vorsaisons im Aufstieg 2026. "Man wird uns nicht darüber sprechen hören", sagt Karius im Podcast, gleichzeitig betont er: "Natürlich wollen wir unseren ersten Platz verteidigen", ergänzend verleiht er dieser Aussage Nachdruck: "Ich will ihn nicht mehr hergeben."

Bei "kicker meets DAZN" spricht Karius auch über eine Zeit in seinem Leben, in der "Fußball für mich so gut wie vorbei war". Vor ziemlich genau einem Jahr meldeten sich die Schalker, damals noch in Person des inzwischen freigestellten Kaderplaners Ben Manga, der sich im darauffolgenden Sommer für einen Anschlussvertrag für Karius stark machte. Der Torwart unterschrieb für zwei Jahre und entwickelte sich schnell zur tragenden Säule.

Karius ist nicht der Typ, der Sprüche klopft, sondern "lieber mit Leistung überzeugen" möchte. Das gelingt ihm mit der Nummer 1 auf dem Rücken bei Schalke auf beeindruckende Art. Kraft gibt ihm auch seine Familie. Ehefrau Diletta Leotta wünscht sich zwar ein Engagement ihres Gatten in der Serie A, unterstützt den Keeper aber vollumfänglich in seinem Job auf Schalke. Auch darüber spricht Karius bei "kicker meets DAZN".