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Kastenmeier hadert: "Zuhause grüßt täglich das Murmeltier"

kicker

Es sind keine einfachen Wochen für alle, die es mit Fortuna Düsseldorf halten. Turbulente Monate liegen hinter den Rot-Weißen, die in dieser Saison den Ansprüchen deutlich hinterherhinken. F95 erlebte in den vergangenen drei Jahren starke Saisonstarts, in denen die Fortuna nach dem 8. Spieltag immer um die Aufstiegsplätze mitmischte (Rang 1 (24/25), Rang 5 (23/24 und 22/23)). Nicht so dieses Jahr. Nach acht absolvierten Partien und lediglich Rang 13 trennten sich die Rheinländer nach über dreieinhalb Jahren von Trainer Daniel Thioune, Markus Anfang übernahm. Bei seinem Debüt gegen Braunschweig, das ebenfalls mit vier Liganiederlagen in Folge tief in der Krise steckte und über zwei Monate sieglos war, sollte alles besser werden.

Schwacher erster Durchgang

Doch die Fortuna zeigte in Durchgang eins eine sehr schwache Vorstellung. Von frischem Wind war nichts zu sehen, stattdessen präsentierten sich die Rot-Weißen ideenlos und "verunsichert", wie Neu-Trainer Anfang nach Ende der Partie bei Sky konsterniert feststellte: "Es war keine Überzeugung da - warum auch immer. Da müssen wir mit den Jungs drüber sprechen. Wir haben uns nicht gut angestellt."

Ein Akteur, der in Durchgang eins ebenfalls keine glückliche Figur machte, war Fortuna-Schlussmann Florian Kastenmeier. Erst leistete er sich einen schlampigen Fehler im Spielaufbau, dann verschätzte er sich gegen Erencan Yardimci. Beides blieb zunächst ohne Konsequenzen, doch auch beim Gegentreffer, der kurz darauf fiel, sah er nicht gut aus, denn Christian Joe Conteh erwischte ihn im kurzen Eck. Das geht "klar auf meine Kappe", so der Schlussmann, der von einer "sehr, sehr schlechten" ersten Halbzeit sprach: "Ich muss wieder eine Erklärung finden und habe keine. Jetzt haben wir einen neuen Trainer - also kann es an diesem nicht liegen. Es liegt an unserer Einstellung und unseren Zweikämpfen." Vor der Pause fing sich Düsseldorf dann noch den zweiten Treffer von Max Marie, diesmal war Kastenmeier von jeder Schuld frei zu sprechen.

Anfang: Fortuna "nicht zwingend genug"

Was nach der Halbzeit folgte, macht Mut: Aus Sicht von Anfang "waren wir wesentlich besser im Spiel und haben auch Druck erzeugt. Wir haben nach vorne gespielt und Braunschweig in der Phase nicht mehr stattgefunden. Wir müssen hintenraus viel mehr Strafraumsituationen kreieren." Wille war den Fortunen in Durchgang zwei nicht abzusprechen, die Mannschaft von Anfang übernahm die Kontrolle, da auch Braunschweig mit einer Zwei-Tore-Führung im Rücken nicht mehr das größte Interesse hatte, Chancen herauszuspielen. Stattdessen stellte sich die Elf von Heiner Backhaus hinten rein und beschränkte sich auf Kontersituationen. Dennoch knackte die Fortuna einmal den Abwehrblock, als Christian Rasmussen mustergültig Kenneth Schmidt bediente. Letztlich reichte es nicht zum Ausgleich. Seine Mannschaft sei nicht "zwingend genug gewesen", resümierte Trainer Anfang, aber "wenn wir so wie in der zweiten Halbzeit über 90 Minuten gespielt hätten, hätten wir das Spiel für uns entschieden. So gehen wir als Verlierer vom Platz."

Die nächste Niederlage Zuhause, die vierte Pleite im fünften Heimspiel. Gegen Hannover (0:2), Darmstadt (0:3), Nürnberg (2:3) und nun Braunschweig (1:2) zog F95 den Kürzeren. Lediglich gegen den KSC holte man einen Zähler. Auch Kapitän Kastenmeier zeigte sich darüber sichtlich genervt: "Zuhause grüßt täglich das Murmeltier", störte sich der Schlussmann. Leichter wird das nächste Heimspiel nicht, ganz im Gegenteil: In der 2. Runde des DFB-Pokals empfängt die Fortuna am Mittwoch, 29.10, um 20:45 Uhr den SC Freiburg (LIVE! bei kicker). Das Augenmerk von Düsseldorf mag nun aber auf dem nächsten Ligaspiel liegen. Auswärts trifft man am Samstag (20.30 Uhr) kommender Woche in Berlin auf Hertha.