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Kastenmeier: "Münster hat offenbar in Barcelona mittrainiert"

kicker

Münster zeigte gegen Düsseldorf eine herausragende erste Hälfte. Die Preußen kombinierten sehenswert, waren dominant, hatten gute Chancen. Allerdings lag das Team von Coach Alexander Ende halt nur knapp vorn. "Am Ende musst du, wenn du so dominant bist, mehr als ein Tor erzielen", ärgerte sich Ende.

Die Fortuna wurde nach dem Wechsel etwas besser und nutzte zwei Standards, um die Partie zu drehen. Obendrein verhinderte Florian Kastenmeier mit einer starken Parade in der Nachspielzeit den Ausgleich. Trainer Daniel Thioune lobte seinen Keeper als "besten Spieler auf dem Platz".

"Ich will mich nicht besonders in den Fokus stellen. Den Ball in der Nachspielzeit zu halten, war natürlich wichtig. Da ist dann auch etwas mehr aus mir herausgeplatzt. Das gehört dazu", kommentierte Kastenmeier die Szene, als er nach seiner Parade gegen Jorrit Hendrix jubelte, als hätte er ein Tor geschossen und nicht nur verhindert.

Aber auch dem 28-Jährigen war klar, dass Münster den Spieltag etwas unglücklich mit leeren Händen beenden musste. "Münster hat im Sommertrainingslager offenbar in Barcelona mittrainiert. Aber Spaß beiseite - das ist mit ihrem Kurzpassspiel schon sehr guter Fußball. Das muss man anerkennen", lobte Kastenmeier.

Ein Hauch von Barcelona

Ein Blick in Daten versprüht tatsächlich einen Hauch von Barcelona. Der SCP lag nicht nur bei xGoals (1,94 vs. 1,55), xAssists (0,88 vs. 0,59) und Torschüssen (21 vs. 10) vor den Düsseldorfern. Besonders frappierend wird es beim Blick auf die Ballaktionen. Hier stehen etwa 832 gespielte Pässe von Münster 299 Pässen der Rheinländer gegenüber. Die Statistik wirkt sich natürlich auch auf den Ballbesitz aus. Gerade mal 27 Prozent stand am Ende für das Team von Daniel Thioune zu Buche.

"Wir haben das bekommen, was wir erwartet haben. Ein großes Kompliment geht an Alex und sein Team. Münster hat die Punkte in den letzten Wochen nicht geklaut, sondern sich fleißig verdient", lobte Thioune denn auch. Der Coach hofft nun auf einen Lerneffekt: "Für uns ist es eine Chance, vieles besser zu machen in den nächsten Wochen."