Um nicht auch bei der dritten Weltmeisterschaft nach Russland 2018 und Katar 2022 zu fehlen, hat der italienische Fußballverband einiges unternommen.
So installierte die FIGC unter anderem Gennaro Gattuso als neuen Nationaltrainer, zuvor schon Gianluigi Buffon als Delegationsleiter der Squadra Azzurra - beide Weltmeister der großen Auswahl 2006. Obendrein befindet sich im Stab neben Co-Trainer Luigi Riccio auch noch Leonardo Bonucci, Europameister von 2021.
Serie A geht vor
Sie alle verfolgen natürlich das gemeinsame Ziel von der Teilnahme an der WM in diesem Sommer in Nordamerika (11. Juni bis 19. Juli). Dafür braucht es neben einem Sieg im ersten K.-o.-Spiel gegen Nordirland Ende März (genaue Anstoßzeit für das Spiel in Bergamo noch offen) direkt im Anschluss auch noch ein Erfolgserlebnis auswärts entweder in Wales oder in Bosnien-Herzegowina.
Zur Erinnerung: Vor dem Endturnier 2018 waren die Azzurri nach einem 0:0 nach 0:1 im Hinspiel gegen Schweden am Boden zerstört (noch mit Buffon im Kasten), ehe es 2022 das niederschmetternde späte 0:1 gegen den krassen Außenseiter Nordmazedonien gab.
Damit der dritte GAU am Stück für die stolze Fußballnation und den viermaligen Weltmeister (1934, 1938, 1982, 2006) ausbleibt, hatten sich die Macher um Coach Gattuso eigentlich auch noch ein kleines Trainingslager in Coverciano (Florenz) vorgestellt. Die Lega-Serie-A-Spielplangestalter hatten aber etwas dagegen und zurrten an diesem Mittwoch wie vermutet ihre Anstoßzeiten für Woche 23 und 24 Anfang Februar fest.
"Wir haben nichts anderes erwartet"
Damit sehen sich die Nationalspieler erst unmittelbar vor dem Duell mit Nordirland im März - und müssen mit nur wenig gemeinsamer Zeit direkt antreten. Für Delegationschef Buffon eine kleine Enttäuschung, wie er gegenüber dem Corriere della Sera nun gesagt hat. Aber: "Wir haben am Ende des Tages nichts anderes erwartet. Wir müssen nun eben noch fokussierter auf das gemeinsame Ziel sein und uns auf unsere Stärken verlassen."
„Die Leute sind immer ängstlich und suchen nach Schreckgespenstern.“ (Gianluigi Buffon auf die im Land exisiertende Furch vor dem dritten WM-Aus in Folge)
Angesprochen auf die erneut notwendigen Play-offs nach Platz 2 in der Qualifikationsgruppe I hinter Norwegen hatte die Torwartikone außerdem bereits klargemacht: "Wir erwarten diese Spiele voller Begeisterung und Vorfreude." Furcht vor einem Scheitern wolle er nicht zulassen: "Die Leute sind immer ängstlich und suchen nach Schreckgespenstern." Er glaube aber fest daran, dass die gesamte Geschichte der italienischen Nationalmannschaft Hoffnung verleihe und das Ziel erreicht wird. "Der von uns eingeschlagene Weg ist abgesehen vom jüngsten Rückschlag (1:4 zum Abschluss gegen Norwegen; Anm. d. Red.) der richtige. Jeder tugendhafte Weg beinhaltet zudem Rückschläge - und es kommt darauf an, wie wir darauf reagieren."