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Kiel ist "langweilig": Wende ohne Aktionismus und Zauberei

kicker

Nach dem Abstieg mussten sich die Fans von Holstein Kiel zum Saisonstart Sorgen machen, denn das Team von Marcel Rapp kam gar nicht gut in die Saison, startete mit zwei Niederlagen und hatte nach vier Spieltagen gerade mal drei Punkte auf dem Konto. Doch nach zwei Siegen hat sich der Wind schnell gedreht.

Beim 3:0 gegen den Karlsruher SC blieben die Kieler obendrein zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. Ein wichtiger Faktor war Neuzugang Adrian Kapralik. Der Slowake stand erst zum zweiten Mal in der Startformation und avancierte gleich zu einem der Hauptdarsteller.

Zunächst holte der 23-Jährige den von Jonas Therkelsen vergebenen Foulelfmeter (10.) heraus, dann annullierte Schiedsrichter Michael Bacher seinen Treffer zum vermeintlichen 1:0 (19.) wegen eines Offensivfouls von Sturmkollege Marcus Müller in der Entstehung. Kapralik ließ sich nicht entmutigen und erzielte nach Vorlage von Alexander Bernhardsson die Führung (25.).

"Haben ihn seit drei Jahren auf dem Schirm"

"Nach der Chance, die zum Elfmeter geführt hat, und dem aberkannten Tor war ich frustriert, aber dann habe ich zum Glück schnell einen Treffer erzielt, der sehr wichtig für mich war", wird Kapralik auf der Website des Klubs zitiert. "Adrian ist noch nicht so lange bei uns. Manche Abläufe kennt er noch gar nicht. Wir haben ihn aber seit drei Jahren auf dem Schirm. Er hat einfach herausragende Qualitäten", ist Rapp vom Offensivspieler überzeugt.

Auch Dank Kapralik hat sich die Stimmung an der Kieler Förde um 180 Grad gedreht. "Jetzt haben wir zweimal gewonnen, werden deswegen aber nicht durchdrehen", bremste Rapp schnell, auch wenn er in seiner Mannschaft "viel Potenzial" sieht. "Was uns ausgezeichnet hat, ist, dass wir ruhig geblieben sind und nicht im Aktionismus irgendwelche Dinge machen und auch nicht zaubern", schätzt Rapp das ruhige Umfeld. "Es ist relativ langweilig bei uns. Wir arbeiten einfach, aber reden nicht so viel."

Die Arbeit hat den verunglückten Saisonstart jedenfalls schnell vergessen lassen. Wo die Reise hingehen könnte, wird die nächste Partie zeigen. Denn am Samstag geht es zum Tabellenzweiten Elversberg (13 Uhr).