Der Rahmen stimmt, wenn die SpVgg an diesem Sonntag Dynamo Dresden (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) in einem schon jetzt fast ausverkauften Fürther Ronhof zum Saisonauftakt empfängt. "Die Stimmung" in der Stadt und im Umfeld "ist insgesamt sehr positiv", findet Chefcoach Thomas Kleine, "wir sind da auf einem sehr guten Weg - und dieses Gefühl nehmen wir als Mannschaft mit."
Dazu beitragen, dass die Stimmung so gut bleibt, möchten Kleine und sein Team mit einem erfolgreichen Start in die Saison 2025/26. Und die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht, findet der 47-Jährige. "Wir haben ein neu formiertes Team mit vielen Neuzugängen. Deshalb war es für uns ein großes Thema, dass wir uns auf und neben dem Platz schnell finden." Das habe gut geklappt, freut sich der gebürtige Wermelskirchener. "Wir haben uns in der Vorbereitung Stück für Stück verbessert und uns sehr gut als Einheit präsentiert."
Reich, Bansé, Keller, Schlieck und John verpassen den Auftakt
Dass "nicht immer alles glatt und perfekt" laufe, gehöre zu einer Vorbereitung dazu, so Kleine, der damit darauf anspielt, dass etliche Akteure angeschlagen oder verletzungsbedingt teilweise weite Teile der Vorbereitung nicht mit der Mannschaft absolvieren konnten. So etwa Lukas Reich (Blinddarm-OP), Sacha Bansé (Trainingsrückstand nach Knie-OP), Aaron Keller (Trainingsrückstand nach Sprunggelenkverletzung), Timo Schlieck (Oberschenkelverletzung) und Marco John (muskuläre Probleme). Dieses Quintett wird auch den Saisonstart verpassen. Die langzeitverletzten Keller und Bansé sind aber weit vor dem Zeitplan und wieder nah dran, mit der Mannschaft zu trainieren, vermeldete Kleine. John ist sogar schon wieder so weit, dass er nächste Woche ins Teamtraining einsteigen wird.
Itter und Ziereis sind wieder fit
Bereits wieder eine Option für diesen Sonntag sind die Verteidiger Philipp Ziereis (muskuläre Probleme) und Luca Itter (Infekt). Normalerweise wäre das Duo als Führungsspieler gesetzt - doch weil es die Mannschaft auch ohne die beiden bei der Generalprobe gegen Union Berlin (1:0) so gut gemacht hat, könnten die beiden gegen Dresden erst mal auf der Bank Platz nehmen müssen. "Entscheidungen sind immer schwierig", betont Kleine, "aber es gibt nichts Schöneres für ein Trainerteam, mehrere Optionen zu haben." Denn: "Wir wollen einen richtig guten Konkurrenzkampf auf allen Positionen haben."
Futkeu oder Higl: Wer darf neben Hrgota beginnen?
Den gibt es definitiv auch im Sturm, wo der zweite Platz neben Kapitän Branimir Hrgota eng umkämpft ist. Mit Omar Sillah und Dennis Srbeny hat Kleine zwar weitere Optionen, doch entschieden wird der Platz zwischen Noel Futkeu und Felix Higl. Für Futkeu, so Kleine, spreche, "dass er in der Vorbereitung wieder seine Torgefahr gezeigt hat und ein Spieler ist, der zwischen den Ketten agieren kann, aber natürlich auch mit seinem Tempo für Gefahr in der Tiefe sorgt." Higl indes sei "von seinem Typ her ein ganz wichtiger Spieler für die Mannschaft, nicht nur außerhalb, sondern auch auf dem Platz. Er hat sein Herz am rechten Fleck und ist einer, der alles in das Spiel legt, sehr körperlich ist, die Bälle sehr gut halten kann und im Strafraum sehr gefährlich ist."
Kleine hat also die Qual der Wahl, wen er beginnen lässt - eine Situation, der er nur Positives abgewinnt: "Ich bin froh, dass ich diese Möglichkeiten im Sturm habe."
Kleine warnt vor Dresdens "Wucht"
Gegen einen Gegner, bei dem Kleine vor allem vor dessen "Wucht" warnt. Nicht nur vor der der Fans, sondern auch auf die Spielweise der Dresdner bezogen. Mit ihren kopfball- und zweikampfstarken Spielern werden sie für "Wucht in unserem Sechzehner" sorgen, "da müssen wir unglaublich wachsam sein". Gleiches gelte auch für Dynamos "Wucht gegen den Ball, das ist eine sehr aggressive Mannschaft, die hohe Ballverluste provozieren wird". In einem Spiel, in dem Kleine und Co. mit einem Sieg die aktuell rundum positive Stimmung ums Kleeblatt weiter befeuern wollen.