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Kohfeldt: "Die legen sehr extreme Spielstile an den Tag"

kicker

Die gute Nachricht beim SV Darmstadt 98: Mittelfeldspieler Kai Klefisch hat nach seiner Oberschenkelverletzung diese Woche wieder trainiert. Dass es allerdings schon für einen Einsatz im Spiel gegen Schlusslicht Magdeburg am Sonntag reicht, ist eher unwahrscheinlich. Trainer Florian Kohfeldt ließ am Freitag durchblicken, dass er den Spieler eher noch schonen wird, damit dieser dann in der englischen Woche mit dem Pokalspiel gegen Schalke wieder sicher zur Verfügung steht.

Für die von Kohfeldt bevorzugte Doppel-Sechs gilt Merveille Papela als aussichtsreichster Kandidat neben dem Japaner Hiroki Akiyama. Jean-Paul Boetius, der Klefisch gegen Kiel vertreten hatte, war zuletzt mit der Nationalmannschaft von Suriname unterwegs und hat noch die Reisestrapazen in den Knochen. Ebenfalls eine Option ist Routinier Fabian Holland (35), der allerdings in dieser Saison noch kein Pflichtspiel von Anfang an bestritten hat. Immerhin wieder in den Kader rücken könnte Paul Will, der nach über einem Jahr Pause wegen eines Kreuzbandrisses zuletzt stark trainiert hat.

Mehrere Optionen bei Nürnberger-Ersatz

Spannend ist auch, wie der Trainer den am Meniskus operierten Fabian Nürnberger auf der Linksverteidiger-Position ersetzen wird. Möglich wäre ein Umstieg auf die Dreier-Abwehrkette, die diese Saison bereits mehrfach recht erfolgreich praktiziert wurde. Dann würde Matej Maglica als dritter Innenverteidiger ins Team rücken. Nicht auszuschließen jedoch, dass auch Leon Klassen gegen Schlusslicht Magdeburg nochmals eine Chance in der Startelf bekommt, obwohl er nach seiner Einwechslung gegen Kiel als Nürnberger-Ersatz nicht glücklich agierte.

Magdeburg ist für Kohfeldt "kein normaler Tabellenletzter". Der inzwischen beurlaubte Trainer Markus Fiedler habe "richtig viel Pech gehabt", das Team habe in den vergangenen vier Spielen kein Tor geschossen, aber einen xGoal-Wert von über 6. "Das ist Wahnsinn, das geht eigentlich gar nicht", sagte Kohfeldt. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass der Gegner die zweitmeisten Großchancen in der Liga zugelassen habe. "Die legen sehr extreme Spielstile an den Tag, und das macht sie so unglaublich unangenehm."

Fernie: "Isac ist noch mal teurer geworden"

Derweil trat Sportdirektor Paul Fernie Medien-Spekulationen über einen möglichen Abgang von Topstürmer Isac Lidberg entgegen. Aktuell lägen dem Verein weder Angebote noch Anfragen vor. Es gelte weiter, was er bereits im Sommer gesagt habe: "Ein Transfer muss sportlich und finanziell Sinn machen. Wenn nicht, wird kein Transfer stattfinden." Einziger Unterschied zum Sommer sei: "Isac ist noch mal teurer geworden."

Mit acht Toren in acht Spielen führt der 27 Jahre alte Schwede aktuell die Torschützenliste der 2. Liga an. "Unser Ziel ist es, Isac und unsere anderen Leistungsträger im Winter zu behalten", stellte der Sportchef klar. Grundsätzlich sei es aber ein schönes Zeichen, wenn ein Spieler seine Leistung abrufe und damit das Interesse anderer Vereine wecke. "Wir sind nicht der einzige Verein, der das erleben wird", sagte Fernie.

Auch Kohfeldt empfindet es eher als Lob, wenn ein Spieler überregionales Interesse weckt. "Für mich ist das eine unglaubliche Positivgeschichte, wenn solche Dinge aufkommen.“ Ein Thema würden solche Wechselspekulationen für den Trainer nur werden, wenn er das Gefühl bekäme, das Thema sorgt in der Mannschaft für Neid oder Egoismus. "Aber das ist 0,0 so", stellte er klar.