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Kompany: "Es ist fast ein eigener Pokal"

kicker

Zahlen findet man nicht so viele, die vor dem Topspiel zwischen Bayern und Dortmund am Samstag gegen den Rekordmeister sprechen. Auch wenn er (natürlich) gewarnt ist vor dem Erzrivalen, der ja in den jüngsten zwei Gastspielen in München gezeigt hat, dass er nicht mehr pauschal die weiße Flagge hissen möchte.

Die Bayern wiederum möchten ganz gerne ihren Vorsprung an der Tabellenspitze ausbauen, ein Sieg gegen den BVB könnte schon Mitte Oktober das Gefühl einer Vorentscheidung im ohnehin nicht wirklich ausgerufenen Titelrennen vermitteln. Auch wenn das beim Rekordmeister und andernorts wenig überraschend niemand so sagen würde.

"Es ist völlig okay für mich, dass wir dieses Spiel groß machen", findet Trainer Vincent Kompany. "Das darf und muss so sein, auch für die Bundesliga. Wir sind Erster und Zweiter, beide ungeschlagen."

In ihren 23 vergangenen Heimspielen erzielten die Bayern immer mindestens ein eigenes Tor, 22-mal trafen sie sogar doppelt. Die letzte Mannschaft, die die Allianz-Arena mit weißer Wester verließ, war Borussia Dortmund im März 2024. Dem BVB gelang auch als letztem Kontrahenten ein Treffer in München, wo die Bayern seit jenem 2:2 im vergangenen April sonst ohne Gegentor sind.

Und dann wäre da natürlich noch der Dortmunder Startrekord unter Thomas Tuchel, der seine Elf um Pierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus und Co. zum Saisonstart 2015/16 zu elf Siegen aus elf Spielen dirigierte. Die Bayern könnten diesen Rekord nun einstellen, ausgerechnet gegen den BVB.

"Ich möchte einfach dieses Spiel gewinnen", versichert Kompany und interessiert sich wie gewohnt nur bedingt für Bestmarken. "Diese Art von Spielen, diese richtigen Topspiele, sind ein eigener Pokal, fast." Was der Trainer damit meint: "Egal, ob du jetzt fünf Spiele verloren oder fünf Spiele gewonnen hast: Dieses Spiel willst du gewinnen. Dann kommt der Rest. Es hat überhaupt nichts zu tun mit Rekorden oder drei Punkten - wir wollen einfach Dortmund schlagen. Ganz einfach."

Auch wenn diese Aufgabe an sich natürlich nicht ganz einfach wird, das weiß Kompany vermutlich am besten. Wie Joshua Kimmich hebt auch der Belgier beim Gegner die "Stabilität" hervor, die "Deutlichkeit im System", die "Deutlichkeit in Profilen", außerdem verfüge der BVB in Karim Adeyemi oder Serhou Guirassy über Spieler, "die immer treffen können". Aber die Bayern eben auch: "Ich glaube, der Gegner muss auch einiges lösen. Das wird auch eine Rolle spielen." Und der Pokal hat ja sowieso seine eigenen Gesetze.