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Kovac: "Liegt an uns, die Unterstützung runterzufahren"

kicker

Aus London berichtet Patrick Kleinmann

Das Gefühl war für eine Reise auf die Insel eher ungewohnt: Bei strahlendem Sonnenschein, aber Temperaturen um den Nullpunkt waren die Fußballer von Borussia am Nachmittag in Dortmund gestartet, um eine Stunde später in London bei fast frühlingshaftem Wetter mit zweistelligen Celsius-Werten zu landen.

Da auch London-Klischee Nummer 2, die ewig verstopften Straßen, einigermaßen umkurvt wurde, kamen Trainer Niko Kovac und Felix Nmecha auf direktem Weg vom Flughafen Stansted schon eine gute halbe Stunde vor Beginn der obligatorischen Pressekonferenz am Vortag des Spiels bei Tottenham Hotspur am Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) an. Bestens gelaunt noch dazu.

Kovac schwelgt nicht in Erinnerungen

Kovac hat schließlich äußerst positive Verbindungen zu Tottenham - und dem Stadion im Norden Londons. Im Oktober 2019 fegte er als Trainer von Bayern München in der Gruppenphase 7:2 über die Spurs, wurde rund einen Monat später dennoch entlassen. "Gute Erinnerungen" seien die an die denkwürdige Partie, sprechen wollte er aber lieber über das anstehende Spiel.

Zwei Siege wird der BVB aller Voraussicht nach bei Tottenham und zum Finale der Ligaphase gegen Inter Mailand kommende Woche benötigen, um nach dem Punktverlust gegen Bodö/Glimt doch noch als eins der besten acht Teams direkt ins Achtelfinale einzuziehen. Die mehr als angespannte Stimmung bei den Gastgebern - punktgleich in der Champions League mit dem BVB, aber nur 14. in der Liga - könnte ein Vorteil für die Schwarz-Gelben werden.

"Wir müssen das ignorieren", sagt Kovac mit Blick auf die Krise und die vielen Ausfälle des Gegners: "Wir wollen ein Spiel gewinnen, unabhängig davon, wer auf dem Platz steht. Wir lassen uns davon nicht blenden, dass da vielleicht Probleme sind." Denn, "egal wer aufläuft, die werden alles geben, die anderen haben auch Qualitäten", findet der Coach: "Um zu gewinnen, müssen wir eine Top-Leistung bringen."

Was dennoch ein Faktor werden könnte: Beim letzten Heimspiel, der 1:2-Niederlage gegen Stadtrivale West Ham United, waren laute Unmutsbekenntnisse der Zuschauer zu hören. Diese mit einem furiosen Start in die morgige Partie erneut zu provozieren, "das kann schon passieren", sagt Kovac und sagt dennoch: "Ich erwarte von der ersten bis zur letzten Minute die Unterstützung. Es liegt an uns, diese runterzufahren."

Während der an der Wade angeschlagene Marcel Sabitzer die Reise nach London nicht mitmachen konnte, waren zudem die zuletzt angeschlagenen Aaron Anselmino und Ramy Bensebaini mit an Bord. Der Algerier ist nach seiner Grippe wieder eine vollwertige Alternative. "Er könnte von der 1. Minute an auflaufen", sagt Kovac. Chelsea-Leihgabe Anselmino ist eher in London, um "mit der Mannschaft dabei zu sein. Damit er merkt, dass er wichtig für uns ist."