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Köln fordert die Bayern: "Sie zu schlagen, ist so gut wie unmöglich"

kicker

Wie geht man ein Spiel gegen eine Übermannschaft an? Acht Siege hat der FC Bayern schließlich aus den ersten acht Bundesligapartien geholt, dazu das Pokal-Duell mit dem SV Wiesbaden am Saisonbeginn gewonnen. In der zweiten Runde geht es nun am Mittwochabend in Müngersdorf (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den 1. FC Köln. "Wir haben eine Mannschaft, die bereit ist für die nächste Schlacht", sagt Trainer Lukas Kwasniok. Und weiß doch, dass ihr eine wahre Herkulesaufgabe bevorsteht.

Zieler und El Mala dürfen beginnen

Denn der Rekordmeister, das ist den Kölnern klar, spielt eigentlich in einer anderen Liga. "Wenn du glaubst, dass du fußball-inhaltlich mithalten kannst, bist du geistig verwirrt", stellt Kwasniok klar. Der 44-Jährige baut stattdessen auf eine Mischung aus Emotionen, Glück und dem Glauben an sich selbst. "Wir müssen eine völlig überlegene Mannschaft auf unser Niveau hieven", sagt Kwasniok, was keinesfalls abfällig über die eigenen Profis gemeint ist, sondern wertschätzend über die Münchner.

Die Kölner Startelf, das steht schon fest, wird unter anderem aus Ersatz-Keeper Ron-Robert Zieler und Shootingstar Said El Mala bestehen. Während der 36 Jahre alte Weltmeister als Nummer 2 im Pokal zwischen den Pfosten steht, empfahl sich El Mala beim unglücklichen 0:1 in Dortmund zuletzt mit einer engagierten Leistung, vergab aber eine große Chance. "Ich gehe davon aus, dass er schon mal eine Chance verkickt hat", sagt Kwasniok ruhig. "Das wird ihn nicht aus der Bahn werfen."

Özkacar wackelt noch leicht

In der Defensive könnte nach der schweren Verletzung von Timo Hübers erneut Cenk Özkacar starten, allerdings hat der junge Türke mit leichten Knieproblemem zu kämpfen. Am Dienstag ging es deshalb erneut zur MRT-Untersuchung, mit dem Training aussetzen musste der Linksfüßer allerdings nicht. Der Coach: "Ich gehe davon aus, dass er zur Verfügung steht."

Özkacar könnte links in der Dreierkette den Vorzug vor Konkurrent Dominique Heintz erhalten. "Wir müssen die Box gut verteidigen", betont Kwasniok, "aber wir brauchen auch aktive Spieler, die sich nicht zu sehr zurückziehen und nur ihr eigenes Tor verteidigen." Es werde vielmehr darauf ankommen, auch den Bereich vor dem Strafraum anzugehen, um den Bayern-Profis dort nicht zu viele Freiheiten zu gewähren.

Wenn das gelingt, fehlen nur noch "ein Quäntchen Glück", eine überragende Torhüterleistung und ein schlechter Tag der Bayern. Da muss also viel zusammenkommen, findet Kwasniok vor seinem ersten Auseinandertreffen als Coach mit dem FCB. "Aktuell ist es so gut wie unmöglich, sie zu schlagen. Das ist die Wahrheit, weil sie unglaublich gut sind", sagt Kwasniok, der ja selbst ganz passabel mit dem FC in die Saison gekommen ist - und nun im Pokal eine Chance nutzen will, die es eigentlich gar nicht gibt.