Fehlercode: %{errorCode}

Körners Start beim BFC Dynamo: Pokal-Mission und Rekord-Spieler im Team

kicker

Die schwarze Jacke mit dem Logo auf der linken Brust war zu Beginn der Trainingseinheit noch bis oben zugezogen, wurde sich dann aber schnell entledigt. Dazu noch eine Mütze mit den Initialen S und K auf dem Kopf und ein Schal um den Hals. Schließlich betrugen die Temperaturen auf dem Trainingsplatz im Berliner Sportforum nur knapp über null Grad. Seine erste Einheit als neuer Trainer des Regionalligisten BFC Dynamo ging rund 90 Minuten - dann entließ Sven Körner die Mannschaft in Richtung Vereinsgebäude. Doch zuvor griff der gebürtige Hallenser immer wieder in den verschiedenen Übungsformen ein, korrigierte auch und sprach mit den Spielern. "Es gilt jetzt ruhig und souverän zu arbeiten", sagt der 43-Jährige. "Wir haben insgesamt vier Trainingseinheiten bis zum wichtigen Pokalspiel (Viertelfinale gegen Ligakonkurrent BFC Preussen, Anm.d.R.). Es geht jetzt nur um den Verein."

Körner, bis dato seit Beginn der Saison 2025/26 als Co-Trainer im Verein, übernahm das Amt von Dennis Kutrieb. Von dem 46-Jährigen trennte sich der einstige DDR-Serienmeister nach der 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt und einer folgenden "ausgiebigen Analyse der sportlichen Entwicklung", vermeldete der BFC in einem Statement. Noch am Spieltag soll die Entscheidung gefallen sein. Die offizielle Vermeldung folgte einen Tag später. Kutrieb war knapp 15 Monate im Amt, kam im September des Vorjahres und führte den BFC zum Landespokalsieg 2025.

Fürsprecher wurden weniger

Doch zu wechselhafte Leistungen während der aktuellen Spielzeit, eine auffällige Defensivschwäche, eine zuletzt fünf Spiele andauernde Sieglosserie (zwei Remis und drei Niederlagen) sowie das Abrutschen auf Tabellenplatz 15 (erster möglicher Abstiegsplatz) kosteten ihm das Amt. Schon zuvor stand Kutrieb das ein oder andere Mal in der Kritik, hatte aber noch Fürsprecher im Klub. Nun folgte dann aber doch die vorzeitige Trennung. "Im Fußball geht es neben der spielerischen Entwicklung auch um Ergebnisse", erklärt BFC-Sportchef Enis Alushi.

Ab sofort soll es also Körner richten - bis zum Saisonende ist die Zusammenarbeit (vorerst) fixiert. Die von Körner frei gewordene Stelle als Co-Trainer übernimmt Chris Reher. Kein Unbekannter im Verein. Denn der Rekordspieler der Regionalliga Nordost lief bis Juni 2025 noch für die Weinrot-Weißen auf, beendete dann mit dem Gewinn des Berliner Landespokals seine aktive Karriere und war zuletzt im Nachwuchsleistungszentrum der Hauptstädter aktiv. Zuvor spielte Reher sieben Jahre für den BFC. "Manchmal geht es dann doch schneller", so Reher zum kicker während der ersten Trainingseinheit. Für Körner war Reher der Wunschkandidat auf dieser Position. "Diese Idee" habe er schon unmittelbar nach seiner Beförderung gehabt.

Nun gilt es für das neue BFC-Trainerduo, die Mannschaft auf das wichtige K.-o.-Duell im Landespokal am Samstag gegen den Ligakonkurrenten BFC Preussen vorzubereiten. Es ist gleichzeitig das letzte Pflichtspiel für den BFC Dynamo im Kalenderjahr 2025 und das erste Match nach dem Kutrieb-Aus. Das einzige Duell in der Meisterschaft bisher gewann der BFC Dynamo am 3. Spieltag gegen den Aufsteiger mit 2:1. "Wir haben den maximalen Fokus auf dieses Spiel, wollen dieses mit aller Emotionalität und Bereitschaft angehen", kündigte Körner. Und die Prämisse für die Rückrunde? "Da wollen wir eine bessere Rolle spielen", kündigt der BFC-Trainer an.