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Lasmes märchenhaftes Comeback

kicker

Manchmal, so einfach ist Fußball, reicht eben ein einzelner Impuls. Zwei Jahre lang war die Zeit von Bryan Lasme bei Schalke 04 im besten Fall durchwachsen. 35 Spiele und vier Treffer gelangen dem Franko-Ivorer in eineinhalb Jahren bei den Königsblauen, vor der laufenden Saison war er Abgangskandidat - und nun plötzlich zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen Matchwinner.

Eine Frage des Rückenwinds

Am vergangenen Wochenende hatte der ehemalige Bielefelder zum mühsamen 1:0-Sieg bei Lok Leipzig den späten Siegtreffer in der Verlängerung beigetragen, das daraus gewonnene Selbstbewusstsein nahm er ins nächste Spiel mit. Im Lokalduell mit dem VfL Bochum erlief sich der 26-Jährige einen Steilpass von Soufiane El-Faouzi, ließ Gegenspieler Colin Kleine-Bekel ins Leere laufen und vollendete trocken wie wuchtig zum 2:1-Siegtreffer ins kurze Eck.

Vor allem der Torabschluss gehörte in der bisherigen Schalker Zeit nicht unbedingt zu Lasmes Stärken - ganz im Gegenteil. Es war offenbar auch eine Frage des Rückenwinds. "Das letzte Spiel hat mir viel Sicherheit gegeben", berichtete der Angreifer anschließend: "Ich wollte einfach mein Spiel spielen, die Tiefe suchen und dann habe ich wieder getroffen." So einfach kann es sein, befand auch Keeper Loris Karius: "Man sieht, was Selbstvertrauen bei einem Stürmer ausmachen kann. Vor zwei Wochen hätte er den vielleicht noch nicht gemacht, aber so sieht es spielend leicht aus."

Innenverteidiger-Figur und Sprinter-Qualitäten

Miron Muslic hatte seinem wiedergewonnenen Stürmer schon unter der Woche den Rücken gestärkt. Der schaue aus wie ein Innenverteidiger in der Premier League, laufe "aber knapp 37 km/h", hatte der Trainer das außergewöhnliche Paket Lasmes zusammengefasst. Schnell und wuchtig sind nicht viele Angreifer, ohne die entsprechenden Abschlussqualitäten aber bringt es alles nichts - genau das war lange sein Problem.

Nach dem fast märchenhaften Comeback will und soll Lasme nun auch bleiben. "Ich wollte ihn nie weghaben", betonte Muslic und auch der Spieler selbst hat alle möglichen Abschiedsgedanken verworfen: "Ich bin hier und glücklich. Mein Ziel ist es, zu bleiben.“